Zwiebel-Paprika-Senf steht bei mir fast jedes Wochenende auf dem Grilltisch, sobald die ersten warmen Tage kommen. Er ist würzig, ein bisschen scharf und viel runder im Geschmack als der Senf aus dem Glas. Wer einmal probiert hat, wie er zu Cevapcici oder einer Grillbratwurst schmeckt, will nicht mehr zurück zum normalen Zwiebel-Paprika-Senf.
Ich habe das Rezept vor ein paar Jahren bei einem Grillfest bei meiner Schwägerin gegessen und danach so lange nachgefragt, bis sie mir verraten hat, was drin ist. Seitdem steht bei mir immer ein Glas im Kühlschrank, wenn draußen der Grill angeworfen wird. Mein Sohn mag es besonders gern zu Maiskolben, meine Tochter tunkt am liebsten Fladenbrot rein.
Das Beste daran: Die Zwiebeln werden gedünstet statt roh verarbeitet, dadurch liegt der Senf nicht so schwer im Magen wie mancher Fertigsenf mit rohen Zwiebelstücken. Wer schon mal Senf selbst gemacht hat, weiß, wie viel besser der Geschmack ist, wenn man die Aromen selbst abstimmt.
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Zutaten für Zwiebel-Paprika-Senf
Ich nehme dafür immer Dijonsenf und Estragonsenf im Verhältnis 1:1, das gibt eine schöne Balance zwischen scharf und mild. Wer keinen Estragonsenf zur Hand hat, kann auch mittelscharfen Senf nehmen, dann fehlt nur die feine Kräuternote.
- 280 g Zwiebeln, halbiert
- 2 Knoblauchzehen, halbiert
- 1 roter Spitzpaprika (ca. 70-100 g), in Stücken
- 1-2 eingelegte Pfefferoni, scharf, halbiert (nach Geschmack)
- 15 g Olivenöl
- ½ TL Salz
- 1-1½ TL Zucker (nach Geschmack)
- 1 Spritzer Zitronensaft
- 100 g Dijonsenf
- 100 g Estragonsenf
Allergenhinweis: Dieses Rezept enthält Senf. Eingelegte Pfefferoni können je nach Produkt Sulfite enthalten, bitte Etikett prüfen.
Mein Tipp: Statt Spitzpaprika geht auch eine normale rote Paprika, sie ist nur etwas milder im Geschmack. Bei den Pfefferoni orientiere ich mich immer am Geschmack meiner Familie, für Kinder nehme ich meist nur eine.
Zubereitung Schritt für Schritt
Aus meiner Erfahrung lohnt es sich, das Gemüse wirklich fein zu hacken, dann verteilt sich die Schärfe später gleichmäßiger im Senf.
Schritt 1: Zwiebeln, Knoblauch, Paprika und Pfefferoni sehr fein hacken, entweder mit dem Messer oder kurz in der Küchenmaschine pulsieren.
Schritt 2: Öl in einem Topf erhitzen und das gehackte Gemüse zugeben. Bei mittlerer Hitze 10 Minuten dünsten, bis es weich und glasig ist. Nicht bräunen lassen, sonst wird der Senf bitter.
Schritt 3: Salz, Zucker, Zitronensaft und beide Senfsorten einrühren und kurz mit erwärmen, damit sich alles verbindet. In eine Schüssel umfüllen und etwa 1 Stunde abkühlen lassen. Vor dem Servieren noch einmal gut durchrühren.

Zwiebel-Paprika-Senf
Zutaten
Kochutensilien
Method
- Zwiebeln, Knoblauch, Paprika und Pfefferoni sehr fein hacken, mit dem Messer oder kurz in der Küchenmaschine.
- Öl in einem Topf erhitzen, das gehackte Gemüse zugeben und bei mittlerer Hitze 10 Minuten dünsten, bis es weich und glasig ist, nicht bräunen lassen.
- Salz, Zucker, Zitronensaft und beide Senfsorten einrühren, kurz mit erwärmen, in eine Schüssel umfüllen und etwa 1 Stunde auskühlen lassen. Vor dem Servieren nochmal durchrühren.
Nährwerte
Notizen
Was passt zu Zwiebel-Paprika-Senf
Dieser Senf ist würzig genug, um deftigem Grillgut Kontrast zu geben, und mild genug, um nicht alles zu überdecken.
Cevapcici: Die klassische Kombination. Die Röstaromen der Hackfleischröllchen passen perfekt zur leichten Schärfe des Senfs.
Grillkotelett: Der Senf schneidet die Fettigkeit vom Fleisch und bringt Frische auf den Teller.
Bratwurst: Klassisch, aber mit diesem Senf eben nicht langweilig.
Fladenbrot: Zum Reintunken, wenn Kinder am Tisch sitzen, die nicht so gern Fleisch essen.
Aufbewahrung & Serviertipps
Im Kühlschrank hält sich der Zwiebel-Paprika-Senf in einem verschlossenen Glas etwa eine Woche. Ich fülle ihn meistens gleich nach dem Abkühlen in ein ausgekochtes Marmeladenglas um, dann ist er sofort einsatzbereit.
Zum Servieren einfach kalt aus dem Kühlschrank auf den Tisch stellen, Aufwärmen ist nicht nötig und würde die Konsistenz nur verändern.
Meine Familie liebt es, den Senf auch abseits vom Grill zu verwenden, zum Beispiel als Brotaufstrich zu Käse oder als Dip zu Ofenkartoffeln. Wer mag, kann die Schärfe beim nächsten Mal einfach über die Menge der Pfefferoni anpassen.

Fazit
Dieser Zwiebel-Paprika-Senf hat sich bei mir von einem Grillfest-Rezept zu einem festen Bestandteil im Kühlschrank entwickelt. Ich mache meist gleich die doppelte Menge, weil er schnell weg ist. Was mir am besten gefällt: Er lässt sich Tage vorher zubereiten, was an Grilltagen mit Kindern eine echte Erleichterung ist.






