Mein Ofengemüse-Aufstrich landet bei mir immer dann auf dem Tisch, wenn der Kühlschrank halbleer ist und trotzdem noch Gemüse übrig liegt. Paprika, Aubergine, Zucchini und ein paar Champignons wandern zusammen mit Feta in den Ofen und werden danach zu einer cremigen, würzigen Masse püriert. Fertig in 45 Minuten, und der Großteil davon ist Ofenzeit.
Ich habe das Rezept an einem Freitagabend entwickelt, an dem ich eigentlich nur den Gemüsefach-Rest verwerten wollte, bevor das Wochenende kam. Meine Tochter kam in die Küche, als der Ofen gerade den Duft von gerösteter Paprika und Knoblauch verteilte, und wollte sofort probieren, noch bevor alles püriert war. Aus meiner Erfahrung schmeckt das Gemüse tatsächlich schon halb roh richtig gut, aber erst der Mixer macht daraus den streichfesten Aufstrich, den ich für Brot oder als Dip zum Grillen brauche, ähnlich wie bei meinem gerösteten Knoblauch-Feta-Dip. Seitdem steht bei mir immer ein Glas davon im Kühlschrank, wenn am Wochenende Freunde vorbeikommen. Jetzt zur Zubereitung.
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Zutaten für Ofengemüse-Aufstrich
Das brauche ich für ein Glas Aufstrich, und die Mengen lassen sich problemlos verdoppeln, wenn ich für mehr Leute vorbereite. Wer gerne mit gerösteten Aromen experimentiert, findet in meinem Auberginen-Tomaten-Aufstrich eine weitere Variante mit ähnlicher Röstnote.
- 150 g rote Paprika, in Stücken (2 cm)
- 100 g Aubergine, in Stücken (2 cm)
- 50 g Champignons, halbiert
- 100 g Zucchini, in Stücken (2 cm)
- 50 g getrocknete Tomaten in Öl, abgetropft (mein Tipp: das Öl aus dem Glas gleich mitverwenden statt normalem Öl, das gibt zusätzlich Aroma)
- 60 g rote Zwiebel
- 150 g Feta, in Würfeln (2 cm)
- 1 Knoblauchzehe
- 30 g Öl
- 1 TL Salz
- ½ TL Pfeffer
- 1 TL Kräuter der Provence (ich nehme dafür immer die getrocknete Mischung aus dem Gewürzregal, frische Kräuter verbrennen im Ofen zu schnell)
Allergenhinweis: Der Aufstrich enthält Milch (Feta).
Zubereitung Schritt für Schritt
Meine bewährte Methode ist, das Gemüse großzügig zu schneiden, dann bleibt beim Rösten mehr Biss und Röstaroma erhalten.
Schritt 1: Backofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Schritt 2: Paprika, Aubergine, Champignons, Zucchini, getrocknete Tomaten, Zwiebel, Feta und Knoblauch grob hacken. Mit dem Öl vermengen und in eine Auflaufform geben. Etwa 30 Minuten rösten, bis das Gemüse weich ist und an den Rändern leicht bräunt. Der typische Fehler an dieser Stelle ist zu wenig Röstung, das Gemüse braucht die Bräunung für den vollen Geschmack.
Schritt 3: Das geröstete Gemüse mit Salz, Pfeffer und Kräutern der Provence in einen Mixer oder eine hohe Schüssel geben und mit dem Stabmixer fein pürieren. Je nach gewünschter Konsistenz kürzer pürieren für stückige Struktur oder länger für einen ganz glatten Aufstrich.

Ofengemüse-Aufstrich
Zutaten
Kochutensilien
Method
- Backofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
- Paprika, Aubergine, Champignons, Zucchini, getrocknete Tomaten, Zwiebel, Feta und Knoblauch grob hacken. Mit dem Öl vermengen und in eine Auflaufform geben. Etwa 30 Minuten rösten, bis das Gemüse weich ist und an den Rändern leicht bräunt.
- Geröstetes Gemüse mit Salz, Pfeffer und Kräutern der Provence in einen Mixer oder eine hohe Schüssel geben und mit dem Stabmixer fein pürieren, bis eine cremige Masse entsteht.
- Sofort servieren oder in ein sauberes Schraubglas füllen und im Kühlschrank aufbewahren.
Nährwerte
Notizen
Was passt zu Ofengemüse-Aufstrich
Der Aufstrich ist würzig und cremig, dazu passt am besten etwas, das Struktur und Frische mitbringt.
- Knuspriges Brot: Ein Baguette oder Sauerteigbrot gibt den nötigen Biss zur cremigen Konsistenz.
- Gegrilltes Gemüse oder Fleisch: Als Dip auf dem Grillteller ergänzt er die rauchigen Aromen.
- Rohkost: Gurken- oder Paprikasticks machen daraus einen leichten, proteinreichen Snack.
Zur Abwechslung serviere ich auch gern einen Feta-Oliven-Aufstrich dazu, wenn mehrere Aufstriche auf dem Tisch stehen sollen.
Aufbewahrung & Serviertipps
Diesen Ofengemüse-Aufstrich bewahre ich im Kühlschrank in einem sauberen Schraubglas etwa 4 bis 5 Tage auf.
Zum Servieren einfach kalt aus dem Kühlschrank nehmen, er muss nicht extra erwärmt werden. Meine Familie liebt ihn leicht angewärmt zu warmem Fladenbrot, dafür reichen ein paar Sekunden in der Mikrowelle.
Statt Feta funktioniert auch Ziegenkäse für eine cremigere, mildere Variante. Und wer es schärfer mag, gibt eine kleine Chili mit ins Gemüse.

Fazit
Dieser Aufstrich ist bei mir mittlerweile ein fester Bestandteil vom Wochenende geworden, einfach weil er sich so gut vorbereiten lässt. Ich mache oft die doppelte Menge und friere ein Glas ein, das taut über Nacht im Kühlschrank auf und ist am nächsten Tag genauso cremig. Manchmal wechsle ich auch zu meinem griechischen Brotaufstrich, wenn ich etwas mediterraner unterwegs sein möchte. Am liebsten esse ich ihn zu warmem Fladenbrot mit ein paar Rohkoststicks daneben.






