Kürbis-Pizza mit Speck und Apfel ist bei mir das Rezept, das ich jeden Oktober wieder hervorhole, sobald die ersten Hokkaido-Kürbisse auf dem Markt liegen. Der Teig ist schnell geknetet, der Belag braucht keine Vorkochzeit, und in einer Stunde steht alles auf dem Tisch.
Letzten Sonntag hatte ich einen halben Kürbis übrig, der eigentlich für eine Suppe gedacht war. Mein Sohn stand neben mir in der Küche und meinte, Suppe sei ihm zu langweilig, ob wir nicht lieber Pizza machen könnten. Also habe ich den Kürbis kurzerhand in dünne Spalten geschnitten, Speck und Apfel dazu, und aus der geplanten Suppe wurde diese Pizza.
Meine bewährte Methode ist inzwischen, den Kürbis wirklich dünn zu schneiden, dann wird er im Ofen weich, ohne dass er vorgegart werden muss. Seitdem steht das Rezept mindestens einmal im Monat auf meinem Speiseplan, meistens freitags, wenn ich keine Lust mehr auf aufwendiges Kochen habe.
Table of Contents
Zutaten für Kürbis-Pizza mit Speck und Apfel
Für den Teig nehme ich eine Mischung aus Vollkorn- und normalem Weizenmehl, das macht ihn kräftiger im Geschmack, ohne dass er zu schwer wird. Beim Kürbis reicht die Schale beim Hokkaido problemlos mit, das spart Zeit beim Schälen. Der Speck sorgt für die würzige Note, ganz ähnlich wie in meinen Knödeln mit Speck und Champignonsauce, nur eben auf dünnem Pizzateig statt im Kloß.
Hinweis: Enthält Gluten (Weizenmehl) und Milch (Gruyère, Crème fraîche).
Teig
- 150 g Weizenvollkornmehl
- 200 g Wasser, lauwarm
- 20 g frische Hefe (½ Würfel)
- 1 TL Zucker
- 250 g Weizenmehl (Type 550)
- 25 g Olivenöl
- 1 TL Salz
Belag
- 1 rote Zwiebel (ca. 70 g), in Ringen
- 300 g Hokkaido-Kürbis, in dünne Spalten geschnitten (Schale kann dranbleiben)
- 100 g Schinkenspeckwürfel
- 20 g Olivenöl
- ½ TL Salz
- ½ TL getrockneter Rosmarin, gehackt
- 150 g Gruyère, gerieben (Ich nehme dafür immer ein Stück am Block, fertig geriebener Käse schmilzt nicht so schön)
- 150 g Apfel, süß-säuerlich, fein gerieben
- 200 g Crème fraîche
- ½ Bund Schnittlauch, in Röllchen
- ½ TL Pfeffer
Zubereitung Schritt für Schritt
Aus meiner Erfahrung lohnt es sich, den Teig zuerst anzusetzen und während der Gehzeit den Belag vorzubereiten, dann ist alles gleichzeitig fertig.
Schritt 1: Lauwarmes Wasser mit der zerbröckelten Hefe und dem Zucker verrühren, kurz stehen lassen, bis sich alles löst. Beide Mehlsorten, Öl und Salz zugeben und 5-8 Minuten zu einem glatten, elastischen Teig kneten.
Schritt 2: Teig zugedeckt an einem warmen Ort ca. 30 Minuten gehen lassen. In dieser Zeit den Backofen auf 220°C vorheizen und ein Backblech mit Backpapier belegen.
Schritt 3: Zwiebel, Kürbis, Speckwürfel, Öl, Salz und Rosmarin in einer Schüssel mit den Händen vermischen. Gruyère fein reiben.
Schritt 4: Apfel fein reiben, mit Crème fraîche, Schnittlauch und Pfeffer verrühren.
Schritt 5: Teig auf dem Blech dünn ausrollen. Mit der Crème-fraîche-Apfel-Mischung bestreichen, Kürbis-Speck-Mischung darauf verteilen und mit dem Gruyère bestreuen.
Schritt 6: 20-25 Minuten bei 220°C backen, bis der Käse Blasen wirft und die Ränder goldbraun sind. In Stücke schneiden und heiß servieren.

Kürbis-Pizza mit Speck und Apfel
Zutaten
Kochutensilien
Methode
- Lauwarmes Wasser mit der zerbröckelten Hefe und dem Zucker verrühren, kurz stehen lassen.
- Beide Mehlsorten, Öl und Salz zugeben und 5-8 Minuten zu einem glatten Teig kneten.
- Teig zugedeckt an einem warmen Ort ca. 30 Minuten gehen lassen. Backofen auf 220°C vorheizen, Backblech mit Backpapier belegen.
- Zwiebel, Kürbis, Speckwürfel, Öl, Salz und Rosmarin in einer Schüssel mischen. Gruyère fein reiben.
- Apfel fein reiben und mit Crème fraîche, Schnittlauch und Pfeffer verrühren.
- Teig auf dem Blech dünn ausrollen, mit der Crème-fraîche-Apfel-Mischung bestreichen, Kürbis-Speck-Mischung verteilen und mit Gruyère bestreuen.
- 20-25 Minuten bei 220°C backen, in Stücke schneiden und heiß servieren.
Nährwerte
Notizen
Was passt zu Kürbis-Pizza mit Speck und Apfel
Die Pizza ist würzig und leicht süß zugleich, dazu passt am besten etwas Frisches und Säuerliches.
- Feldsalat mit Kürbiskernöl-Dressing: Der nussige Geschmack holt die Röstaromen der Pizza noch mal hervor.
- Rucola mit Zitronendressing: Die Säure gleicht die Süße vom Apfel gut aus.
- Ein einfaches Joghurt-Dip mit Kräutern: Passt, wenn Kinder mitessen und es etwas milder mögen.
Wer nach der Kürbis-Pizza Lust auf weitere herzhafte Ofengerichte für die kalte Jahreszeit hat, findet in meiner herzhaften Lauch-Tarte oder meinem Süßkartoffel-Bratwurst-Eintopf zwei weitere Favoriten aus der Herbstküche.
Aufbewahrung & Serviertipps
Im Kühlschrank hält sich die Pizza gut zwei Tage, am besten in Folie oder einer Dose. Zum Aufwärmen kommt sie bei mir für ein paar Minuten in den Ofen bei 180°C, dann wird der Boden wieder knusprig, in der Mikrowelle wird er schnell weich.
Für Meal Prep lässt sich der Belag einen Tag vorher vorbereiten und im Kühlschrank lagern, den Teig setze ich trotzdem frisch an. Wer mag, tauscht den Speck gegen geräucherten Tofu oder lässt ihn für eine vegetarische Variante ganz weg.

Fazit
Diese Kürbis-Pizza ist bei mir mittlerweile das Rezept für Tage, an denen es schnell gehen muss, aber trotzdem etwas Besonderes auf dem Tisch stehen soll. Der Teig braucht kaum Aufmerksamkeit, während der Belag entsteht, und die Kombination aus Kürbis, Speck und Apfel kommt bei meinen Kindern jedes Mal gut an. Genau wie bei meiner Tandoori-Pizza weiche ich beim Belag gern vom Klassiker ab, ich mache diese Kürbis-Variante inzwischen öfter als klassische Tomatenpizza.






