Apfel-Mandel-Konfitüre ist mein liebstes Herbstglas: säuerliche Äpfel, ein ordentlicher Schuss Amaretto und Gelierzucker 3:1. In 25 Minuten ist alles gekocht und in vier Gläsern verteilt. Du brauchst dafür nur einen großen Topf und einen Stabmixer.
Die Idee kam an einem verregneten Samstag im Oktober. Ich hatte im Hofladen eine ganze Kiste Boskop mitgenommen, viel zu viele für meine Familie, und einige hatten schon Druckstellen. Also wurde daraus meine erste Apfel-Mandel-Konfitüre, und schon beim Kochen zog der Duft von Amaretto und warmen Äpfeln durchs ganze Haus.
Mein Sohn stand sofort neben dem Herd und wollte probieren. Ich musste ihn enttäuschen, denn diese Konfitüre ist für die Erwachsenen gedacht. Er bekam stattdessen ein Schälchen von meinem selbstgemachten Apfelmus. Die übrigen Gläser gingen an meine Schwiegermutter und die Nachbarin, und beide haben inzwischen höflich nachgefragt, ob noch was da ist.
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Zutaten für Apfel-Mandel-Konfitüre
Für meine Apfel-Mandel-Konfitüre brauche ich nur sechs Zutaten, und zwei davon bestimmen den Geschmack: die Apfelsorte und der Likör. Die Mandelnote kommt übrigens ganz aus dem Amaretto, echte Mandeln sind nicht drin. Wer es lieber glatt und ohne Stückchen mag, ist mit einem klaren Apfelgelee besser bedient.
- 1200 g Äpfel (geschält, entkernt, in ca. 2 cm großen Stücken). Ich nehme dafür am liebsten säuerliche Sorten wie Boskop oder Elstar, dann wird die Konfitüre nicht zu süß.
- 100 ml Wasser
- 500 g Gelierzucker 3:1
- 1 Zitrone (unbehandelt, Saft ausgepresst)
- 200 g Mandellikör (z. B. Amaretto, das sind ca. 180 ml). Rum funktioniert genauso gut und macht das Ganze etwas kräftiger.
- 1 TL neutrales Pflanzenfett (z. B. Sonnenblumenöl oder Kokosfett). Mein Tipp: Dieser kleine Löffel Fett verhindert, dass sich beim Kochen dicker Schaum bildet.
Wichtig für die Familienküche: Die Konfitüre kocht nur rund 15 Minuten, dabei verfliegt der Alkohol nicht vollständig. Bei mir kommt sie deshalb nicht aufs Kinderbrot.
Allergiehinweis: Amaretto wird meist aus Aprikosenkernen hergestellt, manche Sorten enthalten aber Mandeln oder andere Nussbestandteile. Bei einer Nussallergie lohnt sich deshalb immer ein Blick aufs Etikett.
Zubereitung Schritt für Schritt
Meine bewährte Methode für Apfel-Mandel-Konfitüre ist ein großer, hoher Topf. Die Masse blubbert beim Kochen kräftig und spritzt, in einem flachen Topf hast du sonst schnell Flecken auf dem Herd.
Schritt 1: Äpfel schälen, entkernen und in etwa 2 cm große Stücke schneiden. Das dauert mit einem guten Schälmesser etwa zehn Minuten.
Schritt 2: Äpfel mit dem Wasser in den Topf geben und mit dem Stabmixer kurz zerkleinern. Es sollen kleine Stückchen bleiben, kein glattes Mus. Genau diese Stückchen machen später den Biss aus.
Schritt 3: Gelierzucker, Zitronensaft, Mandellikör und Pflanzenfett unterrühren. Alles bei starker Hitze unter Rühren aufkochen.
Schritt 4: Die Konfitüre insgesamt etwa 15 Minuten sprudelnd kochen lassen und regelmäßig umrühren. Die Apfelstücke werden dabei weich und leicht glasig, und die Masse dickt spürbar ein.
Schritt 5: Gelierprobe machen. Ich gebe dafür einen Teelöffel Konfitüre auf einen kalten Teller. Wird sie nach einer Minute fest, ist sie fertig. Bleibt sie flüssig, noch zwei bis drei Minuten weiterkochen.
Schritt 6: Die heiße Konfitüre in vier heiß ausgespülte Schraubgläser (à ca. 400 ml) füllen, sofort verschließen und abkühlen lassen. Danach kommen die Gläser in den Kühlschrank.

Apfel-Mandel-Konfitüre
Zutaten
Kochutensilien
Methode
- Äpfel schälen, entkernen und in etwa 2 cm große Stücke schneiden.
- Äpfel mit dem Wasser in einen großen, hohen Topf geben und mit dem Stabmixer kurz zerkleinern, bis kleine Stückchen entstehen.
- Gelierzucker, Zitronensaft, Mandellikör und Pflanzenfett unterrühren und alles bei starker Hitze unter Rühren aufkochen.
- Die Konfitüre insgesamt etwa 15 Minuten sprudelnd kochen lassen und regelmäßig umrühren, bis die Apfelstücke weich und leicht glasig sind.
- Gelierprobe machen: einen Teelöffel Konfitüre auf einen kalten Teller geben. Wird sie nach einer Minute fest, ist sie fertig, sonst noch zwei bis drei Minuten weiterkochen.
- Konfitüre in 4 heiß ausgespülte Schraubgläser (à ca. 400 ml) füllen, sofort verschließen, abkühlen lassen und im Kühlschrank aufbewahren.
Nährwerte
Notizen
Was passt zu Apfel-Mandel-Konfitüre
Meine Apfel-Mandel-Konfitüre ist fruchtig mit einer leichten Marzipannote, deshalb passt sie zu Buttrigem, Milchigem und sogar zu Käse.
Bauernbrot mit Butter: Der Klassiker am Sonntagmorgen. Die salzige Butter gleicht die Süße schön aus.
Hefezopf: Leicht süßer Hefeteig und Amaretto sind einfach ein gutes Paar, vor allem in der Adventszeit.
Quark oder Naturjoghurt: Ein Löffel Konfitüre obendrauf, und das Frühstück für Erwachsene ist fertig. Die frische Säure passt gut zu den Äpfeln.
Camembert oder Ziegenkäse: Aus meiner Erfahrung wird die Konfitüre auf einem Käsebrett schneller leer als jede Feigensenf-Alternative. Wer es würziger mag, stellt noch ein fruchtig-würziges Apfel-Cranberry-Chutney daneben.
Pfannkuchen oder Waffeln: Leicht erwärmt lässt sich die Konfitüre wie eine Soße darüber geben. Für die Kinder nehme ich dazu meine Erdbeerkonfitüre ganz ohne Gelierzucker.
Aufbewahrung & Serviertipps
Ich bewahre die Apfel-Mandel-Konfitüre im Kühlschrank auf, denn Gelierzucker 3:1 enthält deutlich weniger Zucker als klassischer Gelierzucker 1:1. Ungeöffnet halten sich die Gläser dort etwa drei Monate, ein geöffnetes Glas brauche ich innerhalb von zwei bis drei Wochen auf. Einfrieren funktioniert auch, dafür lasse ich oben etwas Platz im Glas.
Soll die Konfitüre als Glasur für Kuchen oder Waffeln dienen, erwärme ich sie kurz in einem kleinen Topf. Sie wird dann flüssiger und lässt sich mit dem Pinsel auftragen. Als Geschenk bereite ich die Gläser gern ein paar Tage vorher zu und binde erst am Tag der Übergabe ein Etikett um.
Die Konfitüre lässt sich gut abwandeln. Mit Rum statt Amaretto wird sie herber, eine Prise Zimt macht sie weihnachtlich. Für eine alkoholfreie Version ersetze ich den Likör durch Apfelsaft und gebe ein paar Tropfen Bittermandelaroma dazu.

Fazit
Diese Apfel-Mandel-Konfitüre ist meine Lösung für jede Kiste Äpfel, die zu schnell weich wird. Sie braucht wenig Arbeit, und im Glas sieht sie so gut aus, dass ich sie im Herbst fast nur noch verschenke. Im Advent packe ich sie gern zusammen mit meiner Pflaumen-Konfitüre mit Lebkuchengewürz in einen Geschenkkorb. Ein Glas bleibt aber immer bei mir im Kühlschrank.






