Sauce Soubise ist eine cremige französische Zwiebelsauce aus gedünsteten Zwiebeln, Butter, Brühe und etwas Sahne. Ich koche sie in 30 Minuten in einem Topf, und sie passt zu Gemüse, Fleisch, Fisch und sogar zum französischen Omelett. Wer die klassische Béchamelsauce kennt, erkennt das Prinzip sofort.
An einem Mittwoch im Herbst lag noch ein halbes Netz Zwiebeln auf meiner Arbeitsplatte, und im Kühlschrank wartete nur ein einsamer Blumenkohl. Ich wollte etwas kochen, das meine beiden Kinder ohne Diskussion essen. Also dünstete ich die Zwiebeln langsam in Öl und Butter und machte daraus eine Sauce Soubise, während die Küche süßlich duftete.
Meine Tochter tunkte ein Stück Blumenkohl in die fertige Sauce Soubise und sagte: „Schmeckt wie Zwiebelsuppe, nur zum Löffeln.“ Seitdem koche ich sie immer, wenn Zwiebeln übrig sind. So läuft das Rezept bei mir inzwischen ohne Nachschauen.
Table of Contents
Zutaten für Sauce Soubise
Das nehme ich dafür: ganz normale Zwiebeln, gute Butter und eine Brühe, die mir selbst schmeckt. Ein paar Alternativen habe ich in Klammern dazugeschrieben, falls du nicht alles im Haus hast.
- 20 g Öl (Rapsöl oder ein anderes neutrales Öl)
- 300 g Zwiebeln, fein gewürfelt (aus meiner Erfahrung reichen ganz normale Haushaltszwiebeln völlig aus, sie werden beim Dünsten schön mild)
- 30 g Butter, in Stücken
- 300 ml flüssige Hühnerbrühe (Gemüsebrühe geht auch)
- 20 g Sahne
- 30 g Mehl
- ½ bis 1 TL Salz (ich starte mit ½ TL, weil die Brühe schon würzt, und schmecke am Ende ab)
- 2 Prisen Pfeffer
- 2 Prisen Muskat, gerieben (mein Tipp: frisch gerieben, dann schmeckt die Sauce runder)
Zubereitung Schritt für Schritt
Meine bewährte Methode für Sauce Soubise braucht einen Topf, einen Stabmixer und einen Schneebesen. Die Zwiebeln dürfen sich Zeit nehmen, denn dort entsteht der Geschmack.
Schritt 1: Das Öl in einem mittelgroßen Topf erhitzen. Die Zwiebeln zugeben und unter Rühren etwa 3 Minuten anbraten, bis sie glasig werden und duften.
Schritt 2: Die Butter zugeben und die Zwiebeln 8 bis 10 Minuten bei niedriger bis mittlerer Hitze dünsten. Profi-Tipp: Die Zwiebeln sollen weich und hell bleiben, denn zu dunkle Zwiebeln machen die Sauce bitter.
Schritt 3: Den Topf kurz vom Herd nehmen, die Hühnerbrühe angießen und alles mit dem Stabmixer etwa 30 Sekunden fein pürieren, bis keine Zwiebelstücke mehr zu sehen sind.
Schritt 4: Sahne, Mehl, Salz, Pfeffer und Muskat zugeben und unter Rühren aufkochen. Dann 3 bis 5 Minuten leise köcheln lassen, bis die Sauce andickt und das Mehl nicht mehr mehlig schmeckt. Typischer Fehler: Mehl klumpt, wenn man es in einem Rutsch hineinkippt. Ich streue es deshalb nach und nach ein und rühre kräftig mit dem Schneebesen.
Zum Schluss schmecke ich die Sauce ab und serviere sie sofort.

Sauce Soubise
Zutaten
Kochutensilien
Methode
- Das Öl in einem mittelgroßen Topf erhitzen und die Zwiebeln darin unter Rühren etwa 3 Minuten anbraten, bis sie glasig werden und duften.
- Die Butter zugeben und die Zwiebeln 8 bis 10 Minuten bei niedriger bis mittlerer Hitze dünsten. Sie sollen weich und hell bleiben.
- Den Topf kurz vom Herd nehmen, die Hühnerbrühe angießen und alles mit dem Stabmixer etwa 30 Sekunden fein pürieren.
- Sahne, Mehl, Salz, Pfeffer und Muskat zugeben und unter Rühren aufkochen. Dann 3 bis 5 Minuten leise köcheln lassen, bis die Sauce andickt und das Mehl nicht mehr mehlig schmeckt. Das Mehl nach und nach einstreuen und kräftig mit dem Schneebesen rühren, damit keine Klümpchen entstehen. Abschmecken und sofort servieren.
Nährwerte
Notizen
Was passt zu Sauce Soubise
Die Sauce ist mild, süßlich und sehr cremig. Am besten passt ihr etwas mit Biss oder Eigengeschmack.
Gedünsteter Blumenkohl, Brokkoli oder Spargel: Das ist meine Standardkombination. Das Gemüse bleibt bissfest, und die Sauce sorgt für die Cremigkeit. Wer bei Spargel lieber etwas Frischeres mag, nimmt eine schnelle Hollandaise.
Gebratenes Hähnchen oder Schweinefilet: Die Süße der Zwiebeln gleicht die kräftigen Röstaromen des Fleischs aus.
Gebratener Fisch: Bei Lachs oder Seelachs überdeckt die milde Sauce den Fischgeschmack nicht.
Französisches Omelett: Zum weichen Ei ist die Sauce ein einfacher Trick für ein Frühstück am Wochenende.
Salzkartoffeln: Sie nehmen die Sauce gut auf und machen daraus ein schnelles Alltagsgericht. Auch knusprige Spargel-Kartoffel-Rösti passen dazu, denn die weiche Sauce mag den Kontrast.
Aufbewahrung & Serviertipps
Bei mir hält sich die Sauce Soubise abgedeckt im Kühlschrank zwei bis drei Tage. Zum Einfrieren eignet sie sich nur bedingt, weil sie beim Auftauen etwas grieselig werden kann. Ein kurzer Schwung mit dem Stabmixer glättet sie meistens wieder.
Zum Aufwärmen erhitze ich sie langsam bei niedriger Hitze im Topf und rühre dabei oft um. Ist sie über Nacht dicker geworden, gebe ich einen kleinen Schuss Brühe oder Milch dazu.
Mit Gemüsebrühe statt Hühnerbrühe wird die Sauce vegetarisch. Wer sie dünner mag, gibt etwas mehr Brühe dazu. Ich löffle sie auch gern als Dip zu Ofengemüse.
Allergene: Die Sauce enthält Milch (Butter, Sahne) und Gluten (Mehl). Fertige Brühe enthält oft Sellerie, deshalb lohnt ein Blick auf die Zutatenliste.

Fazit
Sauce Soubise ist bei mir zur Resteverwertung für übrige Zwiebeln geworden. Bleiben noch mehr übrig, koche ich gern eine Zwiebelmarmelade. Der Aufwand bleibt klein: ein Topf, ein Stabmixer und 30 Minuten. Am meisten überrascht mich noch immer, wie mild aus einfachen Zwiebeln eine so cremige Sauce wird.






