BBQ-Tomaten-Aufstrich ist genau das, was ich mache, wenn spontan Besuch kommt und ich nichts im Haus habe außer Speck, Frischkäse und einem Glas getrockneten Tomaten. Zehn Minuten, ein Mixer, fertig. Rauchig, würzig, cremig, und trotzdem ist er in Windeseile auf dem Tisch. Ähnlich wie bei meinem Tomaten-Frischkäse-Dip geht es hier vor allem um Cremigkeit und Würze, nur diesmal mit Speck und Rauchnote.
Letzten Samstag stand mein Mann plötzlich mit vier Kollegen in der Küche, alle hungrig, alle unangekündigt. Ich hatte weder Zeit noch Lust, groß einzukaufen. Also habe ich in den Kühlschrank geschaut: Speck, ein Rest Frischkäse, das Glas getrocknete Tomaten aus dem Vorratsschrank. Zehn Minuten später stand die Schüssel mit warmem Baguette auf dem Tisch, und es war nichts mehr übrig, bevor ich selbst überhaupt probiert hatte. Mein Tipp: einmal Rauchsalz probieren, das bringt eine Tiefe rein, die man mit normalem Salz nicht hinbekommt. Genau so ein Rezept braucht jede Küche für spontane Momente wie diesen.
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Zutaten für BBQ-Tomaten-Aufstrich
Das nehme ich dafür, nichts Ausgefallenes, alles Sachen, die bei mir sowieso im Kühlschrank oder Vorratsschrank stehen. Statt Speck geht auch geräucherter Schinken, ähnlich wie in meiner Schinkenbutter à la Teewurst, das ändert am Ergebnis kaum etwas.
- 150 g Speck, in Scheiben
- 100 g getrocknete Tomaten, in Öl abgetropft
- 60 g rote Zwiebel, halbiert
- 1 Zehe Knoblauch
- 15 g Öl
- 400 g Frischkäse (ich nehme dafür immer die Vollfett-Variante, das gibt die beste Konsistenz)
- ½ TL Rauchsalz
- 1 TL Paprika de la Vera
- ½ TL Pfeffer
Hinweis: Dieser Aufstrich enthält Milch (Frischkäse).
Aus meiner Erfahrung lohnt es sich, bei den getrockneten Tomaten nicht zu sparen. Die günstigen Varianten sind oft trocken und geschmacksarm, während die in Öl eingelegten schön würzig bleiben.
Zubereitung Schritt für Schritt
Meine bewährte Methode braucht keine Küchenmaschine mit Kochfunktion, ein einfacher Mixer und eine Pfanne reichen völlig aus.
Schritt 1: Speck, getrocknete Tomaten, Zwiebel und Knoblauch im Foodprozessor oder Mixer grob zerkleinern, nicht zu fein, ein paar Stückchen dürfen sichtbar bleiben.
Schritt 2: Öl in einer Pfanne erhitzen, die Mischung darin bei mittlerer Hitze etwa 3 Minuten andünsten. Sobald der Speck leicht Farbe annimmt und es in der Küche rauchig-würzig duftet, ist der Punkt erreicht.
Schritt 3: Frischkäse, Rauchsalz, Paprika und Pfeffer dazugeben und im Mixer oder mit dem Pürierstab cremig aufmixen. Ein typischer Fehler ist, zu heiß weiterzumixen, der Frischkäse verläuft dann und der Aufstrich wird zu flüssig. Kurz abkühlen lassen, dann klappt es.

BBQ-Tomaten-Aufstrich
Zutaten
Kochutensilien
Method
- Speck, getrocknete Tomaten, Zwiebel und Knoblauch im Foodprozessor oder Mixer grob zerkleinern.
- Öl in einer Pfanne erhitzen, die Mischung darin bei mittlerer Hitze etwa 3 Minuten andünsten, bis der Speck leicht Farbe annimmt.
- Frischkäse, Rauchsalz, Paprika und Pfeffer dazugeben und im Mixer oder mit dem Pürierstab cremig aufmixen. Abschmecken und servieren.
Nährwerte
Notizen
Was passt zu BBQ-Tomaten-Aufstrich
Der Aufstrich ist kräftig und rauchig, deshalb passt er gut zu etwas Neutralem oder Frischem daneben.
- Warmes Baguette: saugt die cremige Konsistenz auf und ist mein Standard dazu.
- Gemüsesticks: Karotte, Paprika und Gurke bringen Frische gegen die Rauchnote.
- Gegrilltes Fleisch: als Dip neben Steak oder Bratwurst macht er sich auf jeder Grillplatte gut, genau wie meine scharfe Grillsauce.
- Cracker oder Knäckebrot: für den schnellen Snack zwischendurch.
Aufbewahrung & Serviertipps
Im Kühlschrank hält sich der Aufstrich abgedeckt etwa 3-4 Tage. Für Meal-Prep-Boxen eignet er sich gut, da er auch kalt aus dem Kühlschrank sofort servierfertig ist.
Zum Aufwärmen brauche ich ihn eigentlich nie, er schmeckt kalt am besten. Falls er zu fest geworden ist, kurz bei Zimmertemperatur stehen lassen, dann lässt er sich wieder streichen.
Statt Speck funktioniert auch geräucherter Schinken oder, für eine mildere Variante, Frühstücksspeck ohne Räuchernote. Wer es schärfer mag, gibt eine Prise Chiliflocken dazu.

Fazit
Dieser Aufstrich hat bei mir mittlerweile einen festen Platz für spontane Besuche. Zehn Minuten, ein paar Zutaten aus dem Vorrat, und trotzdem wirkt er, als hätte ich mir Mühe gegeben. Wer nach der nächsten Grillrunde noch einen cremigen Dip sucht, findet in meinem Camembert-Bier-Dip eine weitere Option. Genau das mag ich an Rezepten wie diesem.






