Smörrebröd steht bei mir inzwischen öfter auf dem Tisch, als ich gedacht hätte, obwohl ich früher dachte, dafür müsste ich extra ein Brot backen. Muss ich nicht. Mit gutem Roggenbrot vom Bäcker und einem selbstgemachten Spread ist das offene Butterbrot in Skandinavien-Version an einem normalen Abend machbar.
Angefangen hat das an einem Freitag, an dem meine Tochter spontan zwei Freundinnen mitgebracht hat und ich eigentlich nur Reste im Kühlschrank hatte. Putenbrust vom Vortag, ein halber Weißkohl, ein Glas Gewürzgurken. Ich habe die Putenbrust in Scheiben geschnitten, schnell einen Spread püriert und alles auf Brotscheiben verteilt.
Meine bewährte Methode ist inzwischen, den Spread schon am Vorabend zu machen, dann geht die Fertigstellung richtig schnell. Aus den Resten wurde ein kleines Buffet, und die Kinder haben sich ihre Brote selbst belegt. Genau so mache ich es seitdem, wenn Besuch kommt oder der Kühlschrank leer geräumt werden soll.
Table of Contents
Zutaten für Smörrebröd
Das brauche ich für die Putenbrust, den Spread und zum Belegen dieses Smörrebröd. Statt Roggenbrot geht auch ein kräftiges Vollkornbrot, Hauptsache es hält beim Belegen stabil. Wer den Spread lieber ersetzen möchte, kann auch auf einen einfachen Kräuterquark oder mein Liptauer zurückgreifen, beide passen genauso gut aufs Brot.
Für die Putenbrust:
- 30 g Honig
- 20 g Öl
- 10 g Paprika, edelsüß
- 10 g Curry
- 5 g Koriander, gemahlen
- 10 g Salz
- 1000 g Putenbrust, ohne Haut
Für den Scandinavian Spread:
- 150 g Weißkohl (in Spalten)
- 100 g Zwiebeln (halbiert)
- 1 Knoblauchzehe
- 90 g Gewürzgurken (in Stücken)
- 5 g Dill, grob gehackt (optional)
- 80 g Wasser
- 4 Eigelb
- 200 g Rapsöl
- 20 g Branntweinessig
- 20 g Senf
- 1 ½ TL Salz
- 3 TL Zucker
- ¼ TL Kurkuma
- ½ TL Pfeffer
Zum Belegen:
- 8 Scheiben (ca. 400 g) dunkles Roggenbrot, fertig gekauft
- 80 g Radieschen
- 60 g Zwiebeln
- 100 g Gurke
- 250 g Eisbergsalat
- Röstzwiebeln, zum Bestreuen (optional)
- Kresse, zum Bestreuen (optional)
Ich nehme dafür immer ein festes, dichtes Roggenbrot, weiches Toastbrot weicht unter dem Spread zu schnell durch.
Zubereitung Schritt für Schritt
Putenbrust und Spread lassen sich beide am Vortag vorbereiten, so ist das Smörrebröd am nächsten Tag in Minuten fertig. Aus meiner Erfahrung schmeckt der Spread durchgezogen sogar besser.
Schritt 1: Backofen auf 160 °C Umluft vorheizen. Honig, Öl, Paprika, Curry, Koriander und Salz in einer kleinen Schüssel glattrühren.
Schritt 2: Putenbrust auf ein Backblech legen, rundherum mit der Marinade einreiben. Im Ofen etwa 60 Minuten garen, bis die Kerntemperatur ungefähr 75 °C erreicht. Herausnehmen, auskühlen lassen und abgedeckt in den Kühlschrank stellen.
Schritt 3: Weißkohl, Zwiebeln, Knoblauch, Gewürzgurken und Dill sehr fein hacken.
Schritt 4: Wasser, Eigelb, Rapsöl, Branntweinessig, Senf, Salz, Zucker, Kurkuma und Pfeffer zum gehackten Gemüse in einen kleinen Topf geben. Bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren langsam auf etwa 80 °C erhitzen, bis die Masse eindickt. Wichtig: nicht kochen lassen, sonst gerinnt das Eigelb und die Konsistenz wird körnig statt cremig. Vom Herd nehmen, auskühlen lassen und kühl stellen.
Schritt 5: Radieschen, Zwiebeln und Gurke in dünne Scheiben schneiden. Eisbergsalat vierteln, Strunk entfernen und grob zerteilen. Putenbrust in dünne Scheiben schneiden.
Schritt 6: Brotscheiben mit dem Spread bestreichen. Eine Scheibe mit Putenbrust und dem vorbereiteten Gemüse belegen, mit Röstzwiebeln und Kresse bestreuen, mit der zweiten Scheibe belegen. Diagonal halbieren und servieren.

Smörrebröd
Zutaten
Kochutensilien
Method
- Backofen auf 160 °C Umluft vorheizen. Honig, Öl, Paprika, Curry, Koriander und Salz in einer kleinen Schüssel glattrühren.
- Putenbrust auf ein Backblech legen, rundherum mit der Marinade einreiben. Im Ofen etwa 60 Minuten garen, bis die Kerntemperatur ungefähr 75 °C erreicht. Herausnehmen, auskühlen lassen und abgedeckt in den Kühlschrank stellen.
- Weißkohl, Zwiebeln, Knoblauch, Gewürzgurken und Dill sehr fein hacken.
- Wasser, Eigelb, Rapsöl, Branntweinessig, Senf, Salz, Zucker, Kurkuma und Pfeffer zum gehackten Gemüse in einen kleinen Topf geben. Bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren langsam auf etwa 80 °C erhitzen, bis die Masse eindickt. Nicht kochen lassen, sonst gerinnt das Eigelb. Vom Herd nehmen, auskühlen lassen und kühl stellen.
- Radieschen, Zwiebeln und Gurke in dünne Scheiben schneiden. Eisbergsalat vierteln, Strunk entfernen und grob zerteilen. Putenbrust in dünne Scheiben schneiden.
- Brotscheiben mit dem Spread bestreichen. Eine Scheibe mit Putenbrust und dem vorbereiteten Gemüse belegen, mit Röstzwiebeln und Kresse bestreuen, mit der zweiten Scheibe belegen. Diagonal halbieren und servieren.
Nährwerte
Notizen
Was passt zu Smörrebröd
Ein knackiger Salat oder eine leichte Suppe rundet das Smörrebröd gut ab, ohne zu schwer zu werden.
- Grüner Salat mit Zitronendressing: die Säure gleicht die cremige Note des Spreads aus.
- Klare Gemüsebrühe: wärmt vor, wenn die Brote als Hauptmahlzeit dienen.
- Saure Gurken extra: für alle, die es am Tisch noch etwas schärfer mögen.
- Extra Dip: wer mag, stellt zusätzlich ein Gurken-Relish oder ein Radieschen-Dip dazu, das bringt noch mehr Frische auf den Tisch.
Aufbewahrung & Serviertipps
Spread und Putenbrust halten sich abgedeckt im Kühlschrank etwa 3 Tage. Fertig belegtes Smörrebröd schmeckt am besten frisch, es weicht sonst durch. Wegen Ei, Senf und Gluten im Roggenbrot bitte bei Unverträglichkeiten die Zutatenliste im Blick behalten.
Am nächsten Tag lässt sich die Putenbrust auch kalt aus dem Kühlschrank direkt verwenden, ein Aufwärmen ist nicht nötig.
Mein Tipp: den Spread doppelt ansetzen und als Dip zu Rohkost oder Ofenkartoffeln verwenden, er hält sich gut vor und passt zu mehr als nur zum Brot.

Fazit
Aus einem spontanen Kühlschrank-Abend ist bei mir ein festes Smörrebröd-Rezept geworden, das ich seitdem öfter mache, wenn schnell etwas Gutes auf den Tisch soll. Der Spread bleibt für mich das eigentliche Highlight, nicht das Brot. Beim nächsten Mal probiere ich eine Version mit geräuchertem Lachs statt Putenbrust, vielleicht sogar mit meinem Lachs-Dip als Topping statt des klassischen Spreads.






