Meine Low-Carb-Pizzarolle rettet bei mir regelmäßig den Feierabend, wenn Pizza-Hunger da ist, aber keine Zeit für Teig gehen bleibt. Der Boden besteht aus Käse, Skyr und Ei statt Mehl. Trotzdem schmeckt sie herzhaft und käsig wie ihr großes Vorbild.
Entstanden ist das Rezept an einem Mittwoch, an dem mein Sohn nach der Schule „Pizza, aber schnell“ gerufen hat und ich noch keinen Teig angesetzt hatte. Ich hatte Gouda, Skyr und Reste von Salami und Schinken im Kühlschrank, den Rest kennt ihr. Aus der Not wurde eines meiner Stammrezepte.
Mein Tipp: Wer die Reste-Karte spielt, kann Salami und Schinken gegen das ersetzen, was gerade im Kühlschrank liegt, Wurst oder Gemüse, Hauptsache es lässt sich in dünne Streifen schneiden. Jetzt zeige ich euch, wie die Rolle bei mir gelingt.
Table of Contents
Zutaten für Low-Carb-Pizzarolle
Für den Teig braucht ihr nur vier Zutaten: Gouda, Skyr, Eier und Gewürze, mehr Aufwand steckt wirklich nicht dahinter. Beim Belag bin ich flexibel, ich nehme meist, was gerade im Kühlschrank übrig ist. Salami und Schinken lassen sich problemlos gegen Putenbrust oder gebratenes Hackfleisch tauschen.
Teig
- 160 g Gouda, in Stücken
- 250 g Skyr (natur)
- 3 Eier
- 1 TL Pizzagewürz
- ¼ TL Salz
- 3 Prisen Pfeffer
Belag und Fertigstellung
- 15 g Tomatenmark
- 2 EL Wasser
- ½ TL Salz
- ¼ TL Pfeffer
- ½ TL Pizzagewürz
- 50 g Salami, in Streifen (1 cm)
- 50 g gekochter Schinken, in Streifen (1 cm)
- ½ gelbe Paprika, in Streifen (5 mm)
- 2-3 Champignons, in Scheiben (5 mm)
- 30 g Rucola
Ich nehme dafür immer normalen Gouda, jung oder mittelalt, gereifter Käse wird beim Backen schneller trocken. Statt Skyr geht auch griechischer Joghurt, dann wird der Teig etwas milder im Geschmack. Meine Familie liebt die Version mit extra Champignons, da packe ich gerne noch eine Handvoll mehr drauf.
Zubereitung Schritt für Schritt
Der Teig braucht keinen Mixer, ein Schneebesen und eine Küchenreibe reichen völlig aus, mehr braucht es bei mir in der Küche nicht. Aus meiner Erfahrung lohnt es sich, den Käse wirklich fein zu reiben, sonst wird der Teig beim Backen ungleichmäßig fest.
Schritt 1: Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen.
Schritt 2: Gouda mit einer Küchenreibe fein reiben.
Schritt 3: Skyr, Eier, 100 g des geriebenen Goudas, Pizzagewürz, Salz und Pfeffer in einer Schüssel glatt verrühren. Die Masse sollte streichfähig und ohne Klümpchen sein.
Schritt 4: Die Masse gleichmäßig auf dem Backblech verteilen, dabei einen Rand von etwa 2 cm frei lassen. Ca. 15 Minuten backen, bis der Rand leicht goldbraun ist.
Schritt 5: Tomatenmark, Wasser, Salz, Pfeffer und Pizzagewürz in einer kleinen Schüssel verrühren. Den gebackenen Teig dünn damit bestreichen.
Schritt 6: Mit Salami, Schinken, Paprika und Champignons belegen, mit dem restlichen Käse bestreuen. Weitere 10 Minuten backen, bis der Käse geschmolzen ist.
Schritt 7: Pizzarolle kurz abkühlen lassen, mit Rucola belegen. Vom Backpapier lösen, mithilfe des Papiers von der kurzen Seite her aufrollen und in 4 Stücke schneiden.
Ein häufiger Fehler beim Aufrollen: Die Rolle zu heiß anfassen und sofort aufrollen wollen. Dann reißt der Boden leicht und die Füllung quillt heraus. Ein paar Minuten Geduld beim Abkühlen zahlen sich hier definitiv aus.

Low-Carb-Pizzarolle
Zutaten
Kochutensilien
Method
- Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen.
- Gouda mit einer Küchenreibe fein reiben.
- Skyr, Eier, 100 g des geriebenen Goudas, Pizzagewürz, Salz und Pfeffer glatt verrühren.
- Die Masse gleichmäßig auf dem Backblech verteilen, dabei einen Rand von ca. 2 cm frei lassen. Ca. 15 Minuten backen.
- Tomatenmark, Wasser, Salz, Pfeffer und Pizzagewürz verrühren. Den gebackenen Teig dünn damit bestreichen.
- Mit Salami, Schinken, Paprika und Champignons belegen, mit restlichem Käse bestreuen. Weitere 10 Minuten backen.
- Kurz abkühlen lassen, mit Rucola belegen, vom Backpapier lösen, aufrollen und in 4 Stücke schneiden.
Nährwerte
Notizen
Was passt zu Low-Carb-Pizzarolle
Ein knackiger Salat oder ein frischer Dip gleichen die herzhafte Käsefülle gut aus.
- Rucolasalat mit Parmesan: Passt in Geschmack und Optik direkt zur Pizzarolle und bringt Frische auf den Teller.
- Tomaten-Gurken-Salat: Leicht und säuerlich, gleicht die Deftigkeit von Käse und Wurst aus.
- Gemischter Blattsalat mit Essig-Öl-Dressing: Schnell gemacht und passt zu fast jeder Belag-Variante.
Aufbewahrung & Serviertipps
Im Kühlschrank hält sich die Pizzarolle luftdicht verpackt etwa 2 Tage. Für Meal Prep schneide ich sie direkt nach dem Abkühlen in Portionen und packe sie in Boxen. Zum Aufwärmen kommt sie am besten für ein paar Minuten in den Ofen bei 160 °C, dann bleibt der Boden fest. In der Mikrowelle wird sie schnell weich und etwas gummig.
Statt Salami und Schinken funktioniert die Rolle auch mit Feta und Spinat für eine vegetarische Variante, oder mit Putenbrust für eine magerere Version. Als Lunchbox-Snack schneide ich die Stücke nochmal in der Mitte durch, dann passen sie besser in die Dose.
Hinweis: Dieses Rezept enthält Milch (Gouda, Skyr) und Ei.

Fazit
Die Pizzarolle ist bei mir mittlerweile öfter auf dem Tisch als die klassische Pizza, gerade unter der Woche. Ich mag, dass der Teig ohne Kneten und Gehzeit auskommt und trotzdem satt macht. Nächstes Mal probiere ich eine Version mit Feta und getrockneten Tomaten für meine vegetarischen Gäste.






