Lachs-Sahne-Gratin mache ich, wenn ich Fisch auf den Tisch bringen will, ohne dass jemand meckert, genau wie bei meinem Zitronen-Knoblauch-Fisch. Die Sauce zieht in den Fisch ein, wird beim Backen leicht bräunlich an den Rändern, und mit Wildreis dazu ist das Abendessen fertig, ohne dass ich groß nachdenken muss.
Neulich am Mittwoch stand ich mit tiefgefrorenem Lachs da und keiner Idee, was ich sonst kochen sollte. Also die Reste vom Kühlschrank durchsucht: Sahne, ein bisschen Dill, fertig war der Plan. Mein Sohn, der sonst bei Fisch die Nase rümpft, hat tatsächlich nachgenommen und gefragt, ob die „weiße Sauce“ auch beim nächsten Mal dabei ist. Ich nehme dafür immer TK-Lachsfilets, weil sie sich super portionieren lassen und ich nicht extra einkaufen muss, wenn der Kühlschrank sonst leer ist. Die Sauce selbst braucht keine Übung, ein Schneebesen und etwas Geduld beim Andicken reichen. Am Ende schiebe ich die Form einfach in den Ofen und habe eine Stunde Zeit für alles andere.
Table of Contents
Zutaten für Lachs-Sahne-Gratin
Die Zutatenliste ist kurz und mit hoher Wahrscheinlichkeit schon im Kühlschrank vorhanden. Statt frischem Dill geht auch TK-Dill, und wer keine Gemüsebrühpaste da hat, nimmt einfach einen Würfel. Den Dill nutze ich auch gern für meinen Lachs mit Dill-Senf-Sauce, deshalb ist meistens etwas mehr davon im Kühlschrank.
- 30 g Butter
- 30 g Mehl
- 200 ml Milch
- 200 ml Sahne
- 1 EL Dill, gehackt (frisch oder TK)
- 1 TL Salz
- 1 gehäufter TL Gemüsebrühpaste (ersatzweise 1 Würfel Gemüsebrühe für 0,5 l)
- 4 Lachsfilets, TK, à 125 g
Enthält Gluten (aus dem Mehl), Milch und Fisch. Wer zusätzlich Krabben oder Garnelen einstreut, bringt auch Krebstiere ins Spiel.
Mein Tipp: Den Lachs am Vorabend in den Kühlschrank zum Auftauen legen, dann muss er beim Backen nicht so lange in der kalten Sauce liegen und wird gleichmäßiger gar.
Zubereitung Schritt für Schritt
Aus meiner Erfahrung lohnt es sich, die Sauce wirklich kräftig zu würzen, sie zieht beim Backen etwas in den Lachs und wirkt danach milder.
Schritt 1: Den Backofen auf 200 °C Umluft vorheizen.
Schritt 2: Butter in einem Topf bei mittlerer Hitze schmelzen. Mehl einrühren und 1-2 Minuten anschwitzen, bis es leicht blubbert und nach Gebäck riecht.
Schritt 3: Milch und Sahne langsam unter ständigem Rühren mit dem Schneebesen einlaufen lassen, damit keine Klümpchen entstehen. Dill, Salz und Gemüsebrühpaste dazugeben.
Schritt 4: Die Sauce 5-7 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis sie sichtbar andickt. Abschmecken, ruhig kräftig würzen.
Schritt 5: Die Lachsfilets in eine Auflaufform (ca. 20 x 30 cm) legen, mit der Sauce übergießen.
Schritt 6: Auf mittlerer Schiene 30-40 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun ist und der Lachs sich mit der Gabel leicht in Schichten teilen lässt.

Lachs-Sahne-Gratin
Zutaten
Kochutensilien
Method
- Den Backofen auf 200 °C Umluft vorheizen.
- Butter in einem Topf bei mittlerer Hitze schmelzen. Mehl einrühren und 1-2 Minuten anschwitzen.
- Milch und Sahne langsam unter Rühren mit dem Schneebesen einlaufen lassen, damit keine Klümpchen entstehen. Dill, Salz und Gemüsebrühpaste dazugeben.
- Die Sauce 5-7 Minuten köcheln lassen, bis sie sichtbar andickt. Abschmecken.
- Die Lachsfilets in eine Auflaufform (ca. 20 x 30 cm) legen und mit der Sauce übergießen.
- Auf mittlerer Schiene 30-40 Minuten goldbraun backen. Mit Wildreis und Blattsalat servieren.
Nährwerte
Notizen
Was passt zu Lachs-Sahne-Gratin
Die Sauce ist reichhaltig, deshalb passt am besten etwas Leichtes dazu.
- Wildreis: nimmt die Sauce gut auf und bringt Biss.
- Blattsalat: sorgt für Frische gegen die cremige Sauce.
- Ofenkartoffeln: wenn es deftiger sein soll, saugen sie die Sauce förmlich auf.
- Gedünstetes Gemüse: Brokkoli oder grüne Bohnen machen die Portion bunter und ausgewogener.
- Spargelquiche: bringt Frühlingsgemüse und einen zweiten warmen Baustein auf den Tisch, wenn es etwas mehr sein darf.
- Serviettenknödel: eine herzhaftere Alternative zu Wildreis, wenn es an einem kalten Tag etwas Sättigenderes sein soll.
Aufbewahrung & Serviertipps
Der Gratin hält sich abgedeckt im Kühlschrank etwa 2 Tage. Für längere Aufbewahrung friere ich einzelne Portionen ohne Beilage ein, dann halten sie sich rund 2 Monate.
Zum Aufwärmen stelle ich die Portion abgedeckt bei 160 °C für etwa 15 Minuten in den Ofen, dann bleibt der Fisch saftig. In der Mikrowelle wird die Sauce leicht körnig, deshalb greife ich lieber zum Ofen.
Statt Lachs funktioniert die Sauce auch mit Kabeljau oder Seelachs, und wer mag, rührt zum Schluss noch etwas geriebenen Käse unter, bevor die Form in den Ofen kommt.

Fazit
Dieses Rezept ist bei mir mittlerweile der Griff, wenn ich schnell etwas Warmes auf den Tisch bringen will, ohne dass es nach Resteverwertung schmeckt. Die Sauce macht wirklich den Unterschied, und selbst mein Fisch-skeptischer Sohn isst inzwischen mit. Für mich bleibt es das Rezept, bei dem ich am wenigsten nachdenken muss und am meisten zurückbekomme.






