Auberginen-Tomaten-Pesto ist bei mir das Rezept, das ich mache, wenn der Garten mehr Auberginen abwirft, als ich in klassischen Gerichten unterbringe. Es ist cremig, leicht rauchig und in 25 Minuten fertig, egal ob zu Nudeln, als Dip oder auf frischem Brot, genauso vielseitig wie mein Tomatenpesto, nur mit mehr Röstaroma.
Letzten Sommer hatte ich drei Auberginen auf der Fensterbank liegen, die langsam weich wurden, und keine Lust auf ein weiteres Ratatouille. Also hab ich sie kurzerhand mit Paprika und getrockneten Tomaten in der Pfanne gedünstet und alles mit Pinienkernen und Parmesan püriert. Mein Sohn, der sonst um alles mit „komischer Konsistenz“ einen Bogen macht, hat sich direkt einen Löffel genommen und gefragt, ob es das jetzt jede Woche gibt.
Ich nehme dafür immer Auberginen, die schon etwas nachgeben, wenn man draufdrückt, die haben mehr Aroma als knackig feste. Seitdem steht ein Glas davon meistens im Kühlschrank, für schnelle Nudelabende oder als Notfall-Dip, wenn spontan Besuch kommt.
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Zutaten für Auberginen-Tomaten-Pesto
Das nehme ich dafür, und ein paar Alternativen, die auch funktionieren, wenn gerade nicht alles im Haus ist. Wer es noch ungerösteter und cremiger mag, findet eine ähnliche Basis in meinem Auberginen-Tomaten-Aufstrich.
- 1 kleine Zwiebel (40 g), halbiert
- 1 Knoblauchzehe
- 200 g Aubergine, in Stücken
- 50 g rote Paprika, in Stücken (mein Tipp: gegrillte Paprika aus dem Glas geht auch, dann fällt das Dünsten kürzer aus)
- 50 g getrocknete Tomaten in Öl, abgetropft
- 100 g Olivenöl, aufgeteilt in 2 x 50 g
- 40 g Pinienkerne (aus meiner Erfahrung machen geröstete Sonnenblumenkerne eine günstigere, fast genauso gute Alternative)
- 40 g Tomatenmark
- 50 g Parmesan, in kleinen Stücken (enthält Milch)
- ½ TL Salz
- 2 Prisen Pfeffer
- 1 Prise Zucker
- 1 TL Oregano
Meine bewährte Methode ist, die getrockneten Tomaten wirklich gut abtropfen zu lassen, sonst wird das Pesto zu ölig. Allergiehinweis: Dieses Pesto enthält Milch (Parmesan); wer empfindlich auf Pinienkerne reagiert, kann die Sonnenblumenkern-Alternative nutzen.
Zubereitung Schritt für Schritt
Meine Familie liebt dieses Pesto vor allem, weil es keine stundenlange Aufmerksamkeit braucht, während im Hintergrund noch Nudelwasser kocht.
Schritt 1: Zwiebel, Knoblauch, Aubergine, Paprika und die abgetropften getrockneten Tomaten in der Küchenmaschine grob zerkleinern oder von Hand klein hacken.
Schritt 2: In einer Pfanne 50 g Olivenöl erhitzen, die Gemüsemischung zugeben und bei mittlerer Hitze etwa 10 Minuten dünsten, bis die Aubergine weich ist und leicht Farbe annimmt. Parallel in einer zweiten Pfanne die Pinienkerne ohne Fett rösten, dabei kurz dranbleiben, sie werden schnell dunkel.
Schritt 3: Das gedünstete Gemüse, die gerösteten Pinienkerne, Tomatenmark, Parmesan, Salz, Pfeffer, Zucker, Oregano und die restlichen 50 g Olivenöl in die Küchenmaschine oder einen Standmixer geben. Fein pürieren, bis eine cremige Paste entsteht, bei Bedarf zwischendurch den Rand runterschaben. Direkt in ein heiß ausgespültes Schraubglas füllen.

Auberginen-Tomaten-Pesto
Zutaten
Kochutensilien
Method
- Zwiebel, Knoblauch, Aubergine, Paprika und abgetropfte getrocknete Tomaten in der Küchenmaschine grob zerkleinern oder von Hand fein hacken.
- In einer Pfanne 50 g Olivenöl erhitzen, die Gemüsemischung zugeben und bei mittlerer Hitze etwa 10 Minuten dünsten, bis die Aubergine weich ist. Parallel in einer zweiten Pfanne die Pinienkerne ohne Fett rösten.
- Gedünstetes Gemüse, geröstete Pinienkerne, Tomatenmark, Parmesan, Salz, Pfeffer, Zucker, Oregano und die restlichen 50 g Olivenöl in die Küchenmaschine oder einen Standmixer geben und fein pürieren. In ein heiß ausgespültes Schraubglas füllen.
Nährwerte
Notizen
Was passt zu Auberginen-Tomaten-Pesto
Ein paar Kombinationen, die bei mir immer wieder auf den Tisch kommen:
Nudeln: Kurz mit etwas Nudelwasser verrühren, dann bleibt das Pesto schön cremig statt trocken.
Gegrilltes Gemüse oder Fleisch: Die rauchige Note vom Dünsten passt gut zu allem vom Grill, so wie mein Kräuterpesto, das ich im Sommer genauso oft mache.
Frisches Brot: Als Aufstrich mit etwas Ziegenkäse obendrauf ist es bei mir oft das ganze Abendessen, ähnlich wie mein griechischer Brotaufstrich mit Feta.
Gefüllte Ofenkartoffeln: Ein Löffel Pesto statt Sauerrahm bringt Würze rein, ohne dass es schwer wird.
Aufbewahrung & Serviertipps
Im Kühlschrank hält sich das Pesto im fest verschlossenen Glas etwa 5 Tage, am besten mit einer dünnen Ölschicht obendrauf. Eingefroren in kleinen Portionen bleibt es locker 2 Monate haltbar, einfach über Nacht im Kühlschrank auftauen.
Zum Aufwärmen brauche ich es eigentlich nie, ich nehme es meist direkt aus dem Kühlschrank und rühre es unter warme Nudeln oder Gemüse. Wer mag, tauscht den Parmesan gegen Pecorino oder ersetzt die Pinienkerne durch Walnüsse, beides verändert die Note nur leicht.

Fazit
Dieses Auberginen-Tomaten-Pesto ist bei mir mittlerweile fester Bestandteil der Sommerküche geworden, einfach weil es so wenig Aufwand für so viel Geschmack braucht. Es rettet regelmäßig übrig gebliebene Auberginen vor der Mülltonne und macht aus einem schnellen Nudelabend etwas, das nach mehr aussieht, als es tatsächlich war. Als Nächstes will ich eine Variante mit geräuchertem Paprika probieren, ähnlich wie bei meinem Walnuss-Pesto, das genauso schnell geht.






