Dijon-Senfsauce ist bei mir die Soße, die aus einem einfachen Stück Fleisch ein Sonntagsessen macht. Sie ist in 15 Minuten fertig, besteht aus neun Zutaten und reicht für sechs Portionen.
Am letzten Sonntag lag ein Schweinefilet auf dem Tisch, und meine Tochter fragte, ob es dazu wieder „die gelbe Soße“ gibt. Gemeint war meine Dijon-Senfsauce. Ich rühre sie seit Jahren an, wenn es schnell gehen muss und trotzdem nach Sonntag schmecken soll.
Sobald die Zwiebel in der Butter duftet und der Senf dazukommt, riecht die ganze Küche nach Wirtshaus. Mein Sohn löffelt den Rest am liebsten mit Kartoffeln direkt aus dem Topf. So rühre ich meine Dijon-Senfsauce an.
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Zutaten für Dijon-Senfsauce
Das nehme ich für sechs Portionen, und fast alles steht bei mir ohnehin im Vorrat. Die Basis ist eine Mehlschwitze aus Butter und Mehl, wie bei meiner Béchamelsauce. Bei Brühe und Crème fraîche gibt es Alternativen, die genauso gut funktionieren.
- 1 Zwiebel (halbiert, fein gewürfelt)
- 50 g Butter (in Stücken)
- 35 g Mehl
- 400 ml Wasser
- 1 ½ gehäufte TL Gemüsebrühpaste (Mein Tipp: Ohne Paste geht auch 1 Würfel Gemüsebrühe, den ich im Wasser auflöse. Dann probiere ich vor dem Nachsalzen)
- 150 g Crème fraîche (Ich nehme dafür immer die klassische Variante, die macht die Soße schön glatt. Schmand geht auch)
- 40 g Dijon-Senf
- 35 g körniger Senf
- ¼ TL Pfeffer, gemischt, frisch gemahlen (Aus meiner Erfahrung reicht das völlig, der Senf bringt selbst genug Schärfe mit)
Allergenhinweis: Die Soße enthält Gluten (Mehl), Milch (Butter, Crème fraîche) und Senf. Gemüsebrühe kann Sellerie enthalten, das prüfe ich immer auf der Verpackung.
Zubereitung Schritt für Schritt
Meine bewährte Methode ist ein einziger Topf und ständiges Rühren. So bleibt die Soße glatt, und nichts setzt an.
Schritt 1: Zwiebel halbieren und in feine Würfel schneiden. Je kleiner sie sind, desto weniger merkst du sie später in der Soße.
Schritt 2: Butter im Topf bei mittlerer Hitze schmelzen und die Zwiebel etwa 2 Minuten darin glasig dünsten. Sie soll duften, aber keine Farbe nehmen. Dann das Mehl einrühren und 1 Minute mitrühren, bis eine helle, cremige Masse entsteht.
Schritt 3: Wasser und Gemüsebrühpaste nach und nach unter Rühren mit dem Schneebesen zugeben und aufkochen. Profi-Tipp: Das Wasser nicht auf einmal zugießen, sonst bilden sich Mehlklümpchen. Sind doch welche entstanden, rühre ich kräftig durch, bis die Soße wieder glatt ist. Nach etwa 3 Minuten wird die Soße spürbar dicker.
Schritt 4: Crème fraîche, Dijon-Senf, körnigen Senf und Pfeffer einrühren und bei niedriger Hitze etwa 4 Minuten köcheln lassen. Die Soße darf nur sanft blubbern, sonst verliert der Senf an Schärfe und die Crème fraîche kann ausflocken. Zum Schluss abschmecken und bei Bedarf nachsalzen.

Dijon-Senfsauce
Zutaten
Kochutensilien
Methode
- Zwiebel halbieren und in feine Würfel schneiden.
- Butter im Topf bei mittlerer Hitze schmelzen und die Zwiebel etwa 2 Minuten glasig dünsten. Mehl einrühren und 1 Minute mitrühren.
- Wasser und Gemüsebrühpaste nach und nach unter Rühren mit dem Schneebesen zugeben und aufkochen, bis die Soße andickt (etwa 3 Minuten). Bei Klümpchen kräftig glattrühren.
- Crème fraîche, Dijon-Senf, körnigen Senf und Pfeffer einrühren und bei niedriger Hitze etwa 4 Minuten sanft köcheln lassen. Abschmecken, bei Bedarf nachsalzen und servieren.
Nährwerte
Notizen
Was passt zu Dijon-Senfsauce
Die Dijon-Senfsauce ist cremig und leicht scharf, deshalb schmeckt sie zu allem, was schlicht gebraten oder gekocht ist und etwas Würze vertragen kann.
Schweinefilet: Zart und mild, die Soße gibt ihm den Kick. Das ist bei mir der Klassiker.
Krustenbraten: Die knusprige Kruste und die cremige Soße ergänzen sich in der Konsistenz genau richtig.
Salzkartoffeln: Sie nehmen die Soße auf wie ein Schwamm. Meine Familie liebt sie genau so.
Spätzle: Weich und buttrig, dazu passt die körnige Senfnote besonders gut.
Brokkoli oder grüne Bohnen: Gedünstetes Gemüse macht den Teller frischer und leichter. Zu Brokkoli serviere ich auch gern mal eine schnelle Sauce Hollandaise, wenn es üppiger sein darf.
Aufbewahrung & Serviertipps
Im geschlossenen Gefäß hält sich die Dijon-Senfsauce im Kühlschrank etwa 2 bis 3 Tage. Zum Einfrieren eignet sie sich nur bedingt, weil Crème fraîche beim Auftauen etwas ausflocken kann. Kräftig mit dem Schneebesen durchrühren, dann ist das meist wieder gut.
Zum Aufwärmen gebe ich die Soße in einen kleinen Topf und erhitze sie bei niedriger Hitze unter Rühren. Ist sie zu dick geworden, hilft ein Schuss Wasser. Nicht aufkochen, damit sie schön cremig bleibt.
Die Soße lässt sich gut abwandeln. Statt Crème fraîche funktioniert Schmand, und mit etwas mehr körnigem Senf wird sie rustikaler. Ich serviere sie auch zu gebratenem Hähnchen, Fisch oder gekochten Eiern.

Fazit
Die Dijon-Senfsauce ist eine der Soßen, die bei mir am häufigsten auf den Tisch kommt. Sie braucht wenige Zutaten und einen Topf, und meine Kinder würden sie am liebsten zu jedem Essen bestellen. Wenn es mal fruchtiger sein soll, rühre ich stattdessen eine Senfsauce mit Orange an. Zu Kartoffeln bleibt aber die klassische Dijon-Variante mein Favorit.






