Veganes Süßkartoffel-Grünkern-Chili ist bei mir das Gericht für Tage, an denen ich wenig Zeit, aber trotzdem Hunger auf etwas Warmes und Herzhaftes habe. In 35 Minuten steht ein Topf auf dem Tisch, der nach Chili schmeckt, aber ohne Fleisch auskommt.
Ich bin eher zufällig auf Grünkern gestoßen, als ich mal wieder eine Packung im Bioladen-Regal übrig hatte und nicht wusste, wohin damit. Beim ersten Versuch mit diesem Chili war ich selbst überrascht, wie gut die leicht nussige Note zur Süße der Süßkartoffel passt. Mein Mann hat beim ersten Löffel gefragt, ob da heimlich Hackfleisch drin ist, was ich als ziemliches Kompliment werte. Meine Tochter isst inzwischen die milde Version fast jede Woche, weil ihr die Konsistenz an meine vegane Bolognese erinnert. Ich nehme dafür immer stückige Tomaten aus der Dose, weil sie mehr Biss geben als passierte. Jetzt kommt der Topf.
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Zutaten für Veganes Süßkartoffel-Grünkern-Chili
Das nehme ich dafür, und ein paar Alternativen, die auch funktionieren, wenn gerade nicht alles im Haus ist. Ähnlich wie in meiner veganen Süßkartoffel-Bowl setze ich auch hier auf ordentlich Süßkartoffel für die Cremigkeit.
- 100 g Grünkern
- 1 Zwiebel
- 1 Knoblauchzehe
- 1 rote Chilischote, frisch (nach Geschmack weglassen)
- 20 g Rapsöl
- 300 g Süßkartoffel, in 1 cm Würfeln
- 2 TL Salz
- 1 TL Paprika edelsüß
- 400 g stückige Tomaten (Dose)
- 1 geh. TL vegane Gemüsebrühpaste oder 1 Brühwürfel (für 0,5 l), vegan
- 500 ml Wasser
- 200 g gelbe Paprika, in 2 cm Würfeln
- 240–255 g Kidneybohnen (Dose), abgetropft
- 140 g Mais (Dose), abgetropft
Meine bewährte Methode: Grünkern kaufe ich meist schon geschrotet, das spart Zeit und macht das Chili gleichmäßiger sämig. Wer keinen Grünkern findet, nimmt ersatzweise Bulgur.
Achtung Allergene: Grünkern ist unreif geernteter Dinkel und enthält Gluten. Bei Bedarf durch glutenfreien Bulgur oder Quinoa ersetzen.
Zubereitung Schritt für Schritt
Aus meiner Erfahrung lohnt es sich, alles Gemüse vor dem Start zu schneiden, dann geht der Rest fast von allein.
Schritt 1: Zwiebel, Knoblauch und Chili fein hacken.
Schritt 2: Öl in einem großen Topf erhitzen und Zwiebel, Knoblauch und Chili darin 2–3 Minuten andünsten, bis die Zwiebel glasig wird.
Schritt 3: Grünkern dazugeben und kurz mitrösten, bis er leicht duftet.
Schritt 4: Süßkartoffel, gelbe Paprika, Salz, Paprikapulver, Tomaten, Wasser und Gemüsebrühe zugeben. Aufkochen, dann zugedeckt bei mittlerer Hitze 20–22 Minuten köcheln lassen, bis Süßkartoffel und Grünkern weich sind.
Schritt 5: Kidneybohnen und Mais unterrühren und weitere 3 Minuten mit erhitzen.
Schritt 6: Mit frischem Brot und etwas Petersilie servieren.
Mein Tipp: Wenn das Chili zu dick wird, einfach noch einen Schluck Wasser oder Gemüsebrühe nachgießen.

Veganes Süßkartoffel-Grünkern-Chili
Zutaten
Kochutensilien
Methode
- Zwiebel, Knoblauch und Chili fein hacken.
- Öl in einem großen Topf erhitzen und Zwiebel, Knoblauch und Chili darin 2 bis 3 Minuten andünsten, bis die Zwiebel glasig wird.
- Grünkern dazugeben und kurz mitrösten, bis er leicht duftet.
- Süßkartoffel, gelbe Paprika, Salz, Paprikapulver, Tomaten, Wasser und Gemüsebrühe zugeben, aufkochen und zugedeckt bei mittlerer Hitze 20 bis 22 Minuten köcheln, bis Süßkartoffel und Grünkern weich sind.
- Kidneybohnen und Mais unterrühren und 3 Minuten mit erhitzen.
- Mit frischem Brot und Petersilie servieren.
Nährwerte
Notizen
Was passt zu Veganes Süßkartoffel-Grünkern-Chili
Ein kräftiges Chili verträgt sich gut mit etwas Frischem oder Knusprigem daneben.
- Knuspriges Baguette: saugt die Sauce auf und gibt Biss zum weichen Chili.
- Avocado in Scheiben: bringt Cremigkeit rein und mildert die Schärfe.
- Gegrillte Süßkartoffelscheiben: passen als knuspriges Topping thematisch perfekt dazu.
- Naturjoghurt oder Kokosjoghurt: ein Klecks obendrauf gleicht die Würze aus.
- Frischer Koriander oder Petersilie: macht das Ganze am Tisch noch einmal frischer.
- Ein veganer Caesar Salat: bringt als frische Beilage einen schönen Kontrast zum warmen Chili.
Aufbewahrung & Serviertipps
Im Kühlschrank hält sich das Chili in einer geschlossenen Dose gut drei Tage. Für längere Vorratshaltung friere ich es portionsweise ein, dann ist es bis zu drei Monate haltbar.
Zum Aufwärmen reicht ein paar Minuten im Topf bei mittlerer Hitze, mit einem Schluck Wasser, damit nichts anbrennt. In der Mikrowelle geht es genauso schnell.
Das Chili ist vielseitig: Ich fülle die Reste manchmal in eine Wrap-Tortilla oder gebe sie über Reis, wenn ich schnell noch eine zweite Mahlzeit daraus machen will.

Fazit
Dieses Chili ist bei mir fest im Wochenplan, weil es schnell geht und trotzdem satt macht. Die Kombination aus Süßkartoffel und Grünkern überrascht jedes Mal aufs Neue, wie herzhaft ein veganes Gericht schmecken kann. Beim nächsten Mal probiere ich eine Version mit geräuchertem Paprikapulver statt edelsüß, ähnlich wie bei meinem veganen Paprika-Gulasch.






