Veganes Champignon-Masala koche ich an Abenden, an denen ich Lust auf Curry habe, aber keine Zeit für lange Kocherei. Gebratene Champignons, stückige Tomaten und Garam Masala stehen in 25 Minuten auf dem Tisch, ohne Sahne und trotzdem schön cremig.
Entstanden ist das Rezept an einem verregneten Donnerstag, als vom Wochenmarkt noch eine ganze Schale Champignons übrig war. Eigentlich waren die für meine Erdäpfelsackerl mit Pilzen und Mangold gedacht, aber dafür fehlte mir an dem Abend die Geduld. Mein Sohn stand neben dem Herd, schnupperte am Topf und wollte wissen, ob es heute Essen vom Inder gibt. Ich habe nur gelacht und ihm einen Löffel zum Probieren gegeben.
Seitdem koche ich das vegane Champignon-Masala etwa alle zwei Wochen, im Wechsel mit meinem würzigen Paprika-Gulasch ohne Fleisch. Den Chili halbiere ich für die Kinder, und auf meinen eigenen Teller streue ich am Ende noch eine Prise extra. Mit einem Topf Basmatireis nebenher ist das mein liebstes schnelles Abendessen, wenn es draußen früh dunkel wird.
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Zutaten für veganes Champignon-Masala
Das nehme ich dafür, und die meisten Sachen hast du wahrscheinlich schon im Schrank. Bei den Gewürzen lohnt sich ein kurzer Blick aufs Haltbarkeitsdatum, denn alter Kreuzkümmel schmeckt eher nach Staub als nach Curry. Die Mengen reichen für zwei Portionen, für meine vierköpfige Familie verdopple ich einfach alles.
- 1 Dose stückige Tomaten (400 g)
- 80 ml Reisdrink (ungesüßt). Aus meiner Erfahrung klappt Haferdrink genauso gut, Mandel- oder Sojadrink gehen auch.
- 50 g vegane Margarine
- ½ TL Zucker
- 1 TL Salz
- 1 TL Olivenöl
- 300 g Champignons (halbiert). Mein Tipp: Ich reibe die Pilze nur mit Küchenpapier ab, statt sie zu waschen, dann braten sie schöner an.
- 1 EL Garam Masala
- ½ TL Kreuzkümmel (gemahlen)
- 1 TL Koriander (gemahlen)
- ½ TL Chili (gemahlen). Für Kinder nehme ich nur die Hälfte.
- ¼ TL Kurkuma (gemahlen)
- frischer Koriander (gehackt, zum Garnieren, nach Belieben)
Hinweis zu Allergenen: Das vegane Champignon-Masala ist von Natur aus glutenfrei, solange die Gewürzmischung keine Zusätze enthält. In Sojadrink und vielen veganen Margarinen steckt Soja, in Mandeldrink Schalenfrüchte. Bei Allergien am Tisch lohnt sich deshalb ein Blick auf die Zutatenliste der Packungen.
Zubereitung Schritt für Schritt
Meine bewährte Methode für veganes Champignon-Masala ist, Soße und Pilze parallel zu kochen. So brauchst du zwar einen Topf und eine Pfanne, sparst aber gut zehn Minuten.
Schritt 1: Tomaten, Reisdrink, Margarine, Zucker und Salz in einen mittelgroßen Topf geben und aufkochen. Dann bei mittlerer Hitze halb zugedeckt 12 Minuten köcheln lassen und ab und zu umrühren. Der Deckel schräg drauf verhindert, dass die Soße über den ganzen Herd spritzt.
Schritt 2: Nach etwa 6 Minuten Köchelzeit das Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und die Champignons darin 5 bis 6 Minuten braten, bis sie goldbraun sind und nussig duften. Rühr sie nicht ständig um, sonst ziehen sie Wasser statt Farbe.
Schritt 3: Garam Masala, Kreuzkümmel, Koriander, Chili und Kurkuma in die Soße rühren. Die Hitze etwas hochdrehen und alles 3 Minuten weiterköcheln lassen, bis die Soße dunkler wird und intensiv nach Gewürzen riecht. Dabei rühren, damit am Topfboden nichts ansetzt.
Schritt 4: Die gebratenen Champignons unter die Soße heben. Mit frischem Koriander bestreuen und sofort servieren, am liebsten mit Basmatireis.

Veganes Champignon-Masala
Zutaten
Kochutensilien
Methode
- Tomaten, Reisdrink, Margarine, Zucker und Salz in einem mittelgroßen Topf aufkochen. Bei mittlerer Hitze halb zugedeckt 12 Minuten köcheln lassen und gelegentlich umrühren.
- Nach etwa 6 Minuten Köchelzeit das Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und die Champignons 5 bis 6 Minuten goldbraun braten, ohne ständig umzurühren.
- Garam Masala, Kreuzkümmel, Koriander, Chili und Kurkuma in die Soße rühren und bei etwas höherer Hitze 3 Minuten weiterköcheln lassen. Dabei rühren, damit nichts ansetzt.
- Die gebratenen Champignons unterheben, mit frischem Koriander garnieren und zum Beispiel mit Basmatireis servieren.
Nährwerte
Notizen
Was passt zu veganem Champignon-Masala
Die Soße vom veganen Champignon-Masala ist würzig und leicht säuerlich. Deshalb passt alles gut dazu, was sie aufsaugt oder etwas Frische mitbringt.
Basmatireis: Der Klassiker bei mir. Der lockere Reis nimmt die Soße auf und macht das Gericht richtig satt. Übrig gebliebener Reis landet am nächsten Tag oft in meiner veganen Asia-Bowl.
Naan oder Fladenbrot: Zum Auftunken ideal (enthält Gluten), und meine Kinder essen damit sogar freiwillig die Pilze.
Gurken-Raita mit Sojajoghurt: Kühlt schön ab, wenn du beim Chili großzügig warst. Statt Raita nehme ich auch gern den Rest von meinem cremigen Zaziki ohne Milchprodukte.
Gedünsteter Blattspinat: Bringt Grün auf den Teller und macht aus dem Curry eine komplette Mahlzeit mit mehr Eisen.
Aufbewahrung & Serviertipps
Im Kühlschrank hält sich das vegane Champignon-Masala in einer gut verschlossenen Dose zwei Tage. Einfrieren würde ich es nicht, weil die Champignons beim Auftauen weich und wässrig werden.
Zum Aufwärmen gebe ich das Curry mit einem Schluck Wasser oder Pflanzendrink in einen kleinen Topf und erhitze es bei mittlerer Hitze. In der Mikrowelle klappt es auch, dann aber zwischendurch umrühren, damit es gleichmäßig warm wird.
Die Soße ist eine gute Basis für Varianten. Ich tausche die Hälfte der Champignons gern gegen Kichererbsen aus der Dose, damit mehr Eiweiß reinkommt. Auch Blumenkohlröschen oder Süßkartoffelwürfel funktionieren, die brauchen nur ein paar Minuten länger in der Pfanne.

Fazit
Für mich ist dieses vegane Champignon-Masala der Beweis, dass ein gutes Curry keine Stunde braucht. Ein Topf, eine Pfanne, und nach 25 Minuten sitzen alle am Tisch. Beim nächsten Mal kommt bei mir die Kichererbsen-Version mit extra Spinat auf den Teller. Und wenn es deftiger sein soll, koche ich stattdessen mein Süßkartoffel-Chili mit Grünkern.






