Tomatensauce mache ich inzwischen öfter selbst, als dass ich zum Glas greife. Nicht, weil sie aufwendiger wäre, sondern weil sie fertig ist, während die Nudeln kochen. Wer denkt, für eine gute Sauce brauche es Stunden am Herd, dem beweise ich mit diesem Rezept das Gegenteil.
Bei mir steht diese Sauce meistens dienstags auf dem Tisch, wenn ich mittags vergessen habe, etwas aufzutauen, und abends schnell etwas Warmes auf den Tisch muss. Mein Sohn nennt sie „die rote Sauce mit dem Klecks“, weil ich am Ende immer einen Löffel Crème fraîche einrühre.
Ich nehme dafür meistens frische Tomaten, wenn welche da sind, sonst greife ich ohne schlechtes Gewissen zur Dose. Der Trick, der diese Sauce von einer normalen Tomatensauce unterscheidet, ist die Mischung aus Tomatenmark, einem Spritzer dunklem Balsamico und der Crème fraîche am Schluss. Das gibt ihr Tiefe, ohne dass man stundenlang köcheln muss.
Table of Contents
Zutaten für Tomatensauce
Das nehme ich für die Grundversion, dazu ein paar Zutaten, die ich fast immer im Haus habe und die sich gut austauschen lassen.
- 1 Knoblauchzehe
- ½ Zwiebel
- 2 TL Olivenöl
- 250 g Tomaten, geviertelt (oder eine Dose gehackte Tomaten)
- 1 TL Pizzagewürz oder italienische Kräuter
- ¾ TL Gemüsebrühpaste (oder ein halber Brühwürfel)
- 1 Prise Salz
- 1 Prise Pfeffer
- ¼ TL dunkler Balsamico
- 1 Prise Zucker
- 1 EL Tomatenmark
- 1 EL Crème fraîche
- 1 EL Sahne
Aus meiner Erfahrung lohnt sich reifes Tomatenmark aus der Tube mehr als aus der Dose, es schmeckt runder und muss nicht extra angeröstet werden. Mein Tipp bei der Crème fraîche: erst ganz am Ende einrühren und nicht mehr aufkochen, sonst flockt sie leicht aus. Wer empfindlich auf Milchprodukte reagiert, sollte das im Hinterkopf behalten, denn Crème fraîche und Sahne stecken in dieser Sauce.
Zubereitung Schritt für Schritt
Die Sauce braucht kaum aktive Zeit am Herd, das meiste läuft von allein im Hintergrund. Meine bewährte Methode ist, während die Sauce leise köchelt, schon das Nudelwasser aufzusetzen, damit am Ende alles gleichzeitig fertig wird.
Schritt 1: Knoblauch und Zwiebel fein hacken.
Schritt 2: Olivenöl in einem Topf erhitzen. Knoblauch und Zwiebel bei mittlerer Hitze etwa 3 Minuten andünsten, bis sie glasig sind und leicht duften.
Schritt 3: Tomaten dazugeben und mit dem Kochlöffel oder Kartoffelstampfer grob zerkleinern. Wer es lieber ganz fein mag, kann hier kurz mit dem Stabmixer durchgehen.
Schritt 4: Pizzagewürz, Gemüsebrühpaste, Salz, Pfeffer, Balsamico, Zucker und Tomatenmark einrühren. Aufkochen lassen, dann bei kleiner Hitze offen etwa 12 Minuten einköcheln lassen, gelegentlich umrühren. Die Sauce sollte am Ende sichtbar eingedickt sein und kräftig riechen.
Schritt 5: Crème fraîche und Sahne unterrühren, kurz erwärmen und sofort servieren. Ein typischer Fehler ist, die Sauce nach dem Einrühren der Crème fraîche noch sprudelnd kochen zu lassen, dann kann sie gerinnen.

Tomatensauce
Zutaten
Kochutensilien
Method
- Knoblauch und Zwiebel fein hacken.
- Olivenöl in einem Topf erhitzen, Knoblauch und Zwiebel bei mittlerer Hitze etwa 3 Minuten andünsten, bis sie glasig sind.
- Tomaten zugeben und mit dem Kochlöffel oder Kartoffelstampfer grob zerkleinern.
- Pizzagewürz, Gemüsebrühpaste, Salz, Pfeffer, Balsamico, Zucker und Tomatenmark einrühren. Aufkochen lassen, dann bei kleiner Hitze offen etwa 12 Minuten einköcheln lassen, gelegentlich umrühren.
- Crème fraîche und Sahne unterrühren, kurz erwärmen und servieren.
Nährwerte
Notizen
Was passt zu Tomatensauce
Die Sauce ist mild genug, um viel Spielraum bei der Beilage zu lassen.
- Vollkornnudeln: nehmen die Sauce gut auf und machen die Mahlzeit sättigender.
- Reis: eine unkomplizierte Alternative, wenn gerade keine Nudeln im Haus sind.
- Frisches Baguette: zum Auftunken, bei mir oft die schnellste Variante an stressigen Abenden.
- Gebratenes Hähnchenfilet: für alle, die zusätzlich Eiweiß auf dem Teller wollen.
Aufbewahrung & Serviertipps
Im Kühlschrank hält sich die Sauce gut drei Tage in einem gut verschlossenen Behälter, am besten aus Glas. Zum Aufwärmen reicht ein paar Minuten bei kleiner Hitze im Topf, dabei gelegentlich umrühren, damit nichts am Boden ansetzt.
Einfrieren funktioniert ebenfalls gut, allerdings ohne die Crème fraîche und Sahne, die ich immer erst nach dem Auftauen frisch unterrühre, sonst verändert sich die Konsistenz beim Wiederaufwärmen spürbar. Die Sauce lässt sich außerdem vielseitig einsetzen, zum Beispiel als Basis für eine schnelle Pizza, als Unterlage für überbackenes Gemüse oder mit etwas Hackfleisch aufgepeppt für eine Bolognese-Variante.

Fazit
Diese Tomatensauce ist bei mir mittlerweile das Rezept, das ich koche, wenn wenig Zeit bleibt, aber niemand mit einem Fertigglas vorliebnehmen soll. Der Löffel Crème fraîche am Ende macht für mich den Unterschied. Beim nächsten Mal probiere ich eine Version mit geräuchertem Paprikapulver statt Pizzagewürz.






