Sauce Hollandaise ist eine warme, cremige Buttersauce aus Eigelb, Butter und Zitronensaft. Mit sechs Zutaten und einem Wasserbad ist sie in 15 Minuten fertig. Sie passt zu Spargel und Kartoffeln genauso wie zu Roastbeef.
Früher habe ich die Sauce Hollandaise aus der Tüte angerührt, weil ich mich vor dem Gerinnen gefürchtet habe. An einem Sonntag im Frühjahr stand ich mit dem Spargel am Herd, und die Tüte war leer. Also habe ich es mit echter Butter und frischem Eigelb probiert und die Schüssel dabei keine Sekunde aus den Augen gelassen.
Meine Tochter tunkte eine Kartoffel hinein, kaute kurz und fragte, ob es die Soße jetzt immer so gibt. Seitdem ist die Tüte aus meinem Vorratsschrank verschwunden. So mache ich meine Sauce Hollandaise heute, mit einer Zutatenliste, die kürzer ist als die auf der Verpackung.
Table of Contents
Zutaten für Sauce Hollandaise
Das nehme ich für sechs Portionen Sauce Hollandaise. Die Liste ist kurz, deshalb zählt jede Zutat, und ein paar Alternativen habe ich dir direkt danebengeschrieben. Das meiste davon habe ich ohnehin im Haus.
- 40 ml Wasser
- 20 ml Zitronensaft (frisch gepresst, etwa eine halbe Zitrone). Mein Tipp: Statt Zitronensaft geht auch Weißweinessig, die Sauce schmeckt dann etwas herber.
- 350 g Butter (in Stücken). Ich nehme dafür immer eine gute Markenbutter, denn bei so wenigen Zutaten schmeckst du sie direkt.
- 8 Eigelb. Das Eiweiß hebe ich mir auf und mache am nächsten Tag Rührei daraus.
- ½ TL Salz
- 2 Prisen Pfeffer
Allergene: Enthält Eier (Eigelb) und Milch (Butter). Mit Weißweinessig statt Zitronensaft kommen Sulfite dazu. Das Eigelb wird nur erhitzt, nicht durchgegart, deshalb ist die Sauce für Schwangere, kleine Kinder und ältere Menschen nur bedingt geeignet.
Zubereitung Schritt für Schritt
Meine bewährte Methode ist das Wasserbad. Es braucht etwas Geduld und einen Schneebesen, dafür gerinnt die Sauce Hollandaise kaum.
Schritt 1: Einen Topf mit etwa 3 cm Wasser erhitzen, bis es leicht dampft, aber nicht sprudelnd kocht. Eine hitzebeständige Schüssel daraufsetzen. Sie darf das Wasser nicht berühren, sonst wird es am Boden zu heiß.
Schritt 2: Wasser, Zitronensaft, Butter, Eigelb, Salz und Pfeffer in die Schüssel geben.
Schritt 3: Alles über dem Wasserbad mit dem Schneebesen ständig rühren, etwa 10 Minuten. Die Butter schmilzt dabei, und die Sauce wird nach und nach dicker und glänzend. Sie ist fertig, wenn sie cremig am Schneebesen haftet und 65 bis 70 °C hat. Darüber gerinnt das Eigelb schnell. Ein Küchenthermometer hilft, ein Muss ist es nicht.
Profi-Tipp: Stockt am Schüsselrand etwas Eigelb, ziehe ich die Schüssel sofort vom Wasserbad und rühre kräftig weiter. Zu viel Hitze ist der häufigste Fehler.
Schritt 4: Die Sauce Hollandaise abschmecken und sofort servieren. Ist sie mir zu fest, rühre ich einen Schluck Wasser unter.

Sauce Hollandaise
Zutaten
Kochutensilien
Methode
- Einen Topf mit etwa 3 cm Wasser erhitzen, bis es leicht dampft, aber nicht sprudelnd kocht. Eine hitzebeständige Schüssel daraufsetzen, sodass sie das Wasser nicht berührt.
- Wasser, Zitronensaft, Butter, Eigelb, Salz und Pfeffer in die Schüssel geben.
- Alles über dem Wasserbad mit dem Schneebesen ständig rühren, etwa 10 Minuten, bis die Sauce dickcremig ist und 65 bis 70 °C erreicht hat. Darüber gerinnt das Eigelb schnell. Stockt am Rand etwas Eigelb, die Schüssel sofort vom Wasserbad nehmen und kräftig weiterrühren.
- Die Sauce Hollandaise abschmecken und sofort servieren.
Nährwerte
Notizen
Was passt zu Sauce Hollandaise
Die Sauce ist weich und buttrig, deshalb brauche ich dazu etwas mit Biss oder mit Eigengeschmack. Das kombiniere ich am liebsten damit:
Spargel: Der klassische Partner. Die milde, leicht bittere Note des Spargels hält der Butter und dem Zitronensaft gut die Waage.
Kartoffeln: Pellkartoffeln oder Salzkartoffeln nehmen die Sauce gut auf und machen das Gericht satt. Knuspriger wird es mit Rösti aus Spargel und Kartoffeln.
Roastbeef: Das kräftige Fleisch, etwa aus meiner Kräutermarinade, bekommt durch die cremige Sauce eine frische, säuerliche Ergänzung.
Gedünsteter Brokkoli: Meine schnelle Variante unter der Woche. Der Kohl schmeckt mit der Sauce fast wie ein Restaurantgericht.
Aufbewahrung & Serviertipps
Sauce Hollandaise schmeckt am besten frisch. Im warmen Wasserbad hält sie sich 15 bis 20 Minuten, ich rühre sie vor dem Servieren kurz durch. Reste kühle ich nicht ein, denn aus meiner Erfahrung gerinnt die Sauce beim Aufwärmen.
Die Zutaten kann ich vorher abmessen und in der Schüssel bereitstellen. Dann muss ich beim Anrichten der Beilagen nur noch das Wasserbad ansetzen. Wird die Sauce beim Stehen zu fest, hilft ein Schluck Wasser.
Wer es herber mag, nimmt Weißweinessig statt Zitronensaft. Ich serviere die Sauce Hollandaise außerdem gern zu Roastbeef statt zu Spargel, wenn es am Wochenende mal etwas Besonderes sein soll.

Fazit
Sauce Hollandaise braucht bei mir sechs Zutaten und etwas Aufmerksamkeit am Herd. Wenn du den Schneebesen in Bewegung hältst und die Hitze im Blick behältst, ist sie in 15 Minuten fertig. Bei jedem Spargelessen kommt sie inzwischen selbstverständlich auf meinen Tisch.
Bei mir findest du außerdem eine Hollandaise mit Bärlauch und eine schnelle Version der Sauce.






