Rhabarber-Orangen-Konfitüre ist genau das Rezept, das ich jedes Jahr koche, sobald die ersten roten Stangen auf dem Wochenmarkt liegen. Sie ist fruchtig, angenehm säuerlich und in nur 30 Minuten fertig. Für ein paar Gläser voll Frühling brauchst du kein aufwendiges Einmachwissen, nur einen Topf und etwas Geduld.
Bei mir kommt Rhabarber immer im Mai, und meine Tochter steht dann meist neben mir am Herd und riecht an der Orangenschale, bevor sie überhaupt in den Topf wandert. Letztes Jahr hat sie beim Kochen gefragt, warum die Konfitüre rosa statt orange wird, und ich musste selbst erst nachdenken, dass es am Rhabarber liegt. Ich koche die Gläser meistens am Samstagvormittag ein, genau wie bei meiner Rhabarber-Erdbeer-Konfitüre, während im Hintergrund das Frühstücksgeschirr noch auf der Spüle steht. Der Duft von warmer Orange zieht dann durch die ganze Küche, und spätestens beim Abfüllen stehen alle in der Tür und wollen probieren. Mein Tipp: Koch gleich die doppelte Menge, eine Portion ist erstaunlich schnell wieder leer. Jetzt zeig ich dir, wie ich das mache.
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Zutaten für Rhabarber-Orangen-Konfitüre
Das nehme ich dafür, alles Zutaten, die ich meistens sowieso im Haus habe, bis auf den frischen Rhabarber. Grenadinesirup gibt der Konfitüre ihre schöne rosa Farbe, du kannst ihn notfalls aber auch weglassen.
- 250 g Orangensaft (frisch gepresst)
- 1 EL Orangenschale (unbehandelt, fein gerieben)
- 50 g Grenadinesirup
- 500 g Gelierzucker 2:1
- 750 g Rhabarber (längs halbiert, in Scheiben von 5 mm)
- 1 TL neutrales Pflanzenfett (z. B. Sonnenblumenöl oder Kokosfett)
Aus meiner Erfahrung lohnt es sich, wirklich unbehandelte Orangen für die Schale zu nehmen, sonst schmeckt die Konfitüre schnell bitter. Mein Tipp: Nimm möglichst festen, frischen Rhabarber, dann bleiben später kleine Stückchen in der Konfitüre erhalten.
Zubereitung Schritt für Schritt
Ich mache das normalerweise so: erst die Flüssigkeiten anrühren, dann den Rhabarber zugeben und alles zusammen einkochen. Wichtig ist, während des Kochens öfter umzurühren, damit nichts anbrennt.
Schritt 1: Orangensaft, Orangenschale, Grenadinesirup und Gelierzucker in einem großen Topf gründlich verrühren.
Schritt 2: Rhabarber und Pflanzenfett dazugeben, alles vermischen und bei mittlerer bis hoher Hitze offen 10 Minuten kochen lassen. Dabei regelmäßig umrühren, damit die Masse nicht am Topfboden ansetzt.
Schritt 3: Noch einmal durchrühren und weitere 10 Minuten sprudelnd kochen lassen, bis die Konfitüre eindickt. Mach zwischendurch die Gelierprobe: einen Teelöffel auf eine kalte Untertasse geben, geliert er innerhalb von 1-2 Minuten, ist die Konfitüre fertig.
Schritt 4: Sofort in 8 heiß ausgespülte Schraubgläser (à 200 g) füllen, fest verschließen und auf Raumtemperatur abkühlen lassen. Danach im Kühlschrank vollständig fest werden lassen.

Rhabarber-Orangen-Konfitüre
Zutaten
Kochutensilien
Method
- Orangensaft, Orangenschale, Grenadinesirup und Gelierzucker in einem großen Topf verrühren.
- Rhabarber und Pflanzenfett zugeben, vermischen und bei mittlerer bis hoher Hitze offen 10 Minuten kochen lassen, dabei gelegentlich umrühren.
- Nochmals durchrühren und weitere 10 Minuten sprudelnd kochen lassen, bis die Konfitüre bindet. Gelierprobe machen.
- Sofort in 8 heiß ausgespülte Schraubgläser (à 200 g) füllen, fest verschließen, auf Raumtemperatur abkühlen lassen und im Kühlschrank fest werden lassen.
Nährwerte
Notizen
Was passt zu Rhabarber-Orangen-Konfitüre
Die Konfitüre ist fruchtig-süß mit einer leichten Säure und passt deshalb zu vielen einfachen Frühstücksideen.
Frisches Brot oder Brötchen: Die klassische Kombination, mit Butter darunter kommt die Säure der Konfitüre besonders schön zur Geltung.
Naturjoghurt oder Skyr: Ein Löffel Konfitüre macht aus einem einfachen Joghurt im Handumdrehen ein süßes Frühstück, genauso wie meine Wassermelonen-Himbeer-Konfitüre im Sommer.
Pfannkuchen oder Waffeln: Passt geschmacklich gut zu neutralem Teig und bringt Frische auf den Teller.
Weichkäse: Die fruchtige Säure funktioniert überraschend gut zu mildem Frischkäse oder Camembert. Wer es lieber etwas herzhafter mag, findet in meinem Apfel-Cranberry-Chutney eine tolle Alternative zum Käseteller.
Aufbewahrung & Serviertipps
Ungeöffnet und richtig heiß abgefüllt hält sich die Konfitüre an einem kühlen, dunklen Ort mehrere Monate. Nach dem Öffnen bewahre ich das Glas im Kühlschrank auf und verbrauche es innerhalb weniger Wochen.
Zum Servieren einfach direkt aus dem Kühlschrank verwenden, die Konfitüre muss nicht aufgewärmt werden. Wenn dir die Konsistenz nach dem Kühlen zu fest ist, hilft ein kurzes Umrühren vor dem Servieren.
Du kannst den Grenadinesirup weglassen, wenn du ihn nicht da hast, die Konfitüre schmeckt dann etwas weniger rosa, aber genauso fruchtig. Auch als kleines Mitbringsel im hübschen Glas kommt sie bei mir immer gut an.

Fazit
Diese Konfitüre gehört für mich fest zur Rhabarbersaison dazu, weil sie schnell gemacht ist und trotzdem nach mehr schmeckt als nach Standard-Marmelade. Der Grenadinesirup gibt ihr eine Farbe, die bei mir am Frühstückstisch jedes Mal für Fragen sorgt. Neben süßen Konfitüren wie dieser hier landet bei mir ab und zu auch eine herzhafte Variante im Glas, zum Beispiel meine Paprika-Tomaten-Konfitüre. Ich fülle sie meistens direkt in kleinere Gläser ab, damit auch mal eins zum Verschenken übrig bleibt.






