Pfirsich-BBQ-Sauce mache ich jeden Sommer gleich in mehreren Gläsern auf einmal. Sie ist süß, leicht rauchig und passt zu fast allem, was bei mir auf dem Grill landet. Der Aufwand hält sich in Grenzen, das Ergebnis schmeckt trotzdem wie aus dem Feinkostladen.
Auf die Idee kam ich, weil mein Nachbar letzten Sommer literweise Pfirsiche vom Baum hatte und ich überlegt habe, was ich damit mache. Die klassische Ketchup-Variante hatte ich schon oft gemacht, also habe ich mit Sternanis und Nelken experimentiert. Beim ersten Versuch war die Sauce zu dünn, beim zweiten hatte ich die Balance zwischen süß und würzig getroffen.
Seitdem steht sie bei jedem Grillfest auf dem Tisch, und die Gläser sind meistens vor dem Sommerende leer. Wer selbst Pfirsiche übrig hat oder einfach mal etwas anderes als Ketchup probieren will, ist mit diesem Rezept gut bedient.
Table of Contents
Zutaten für Pfirsich-BBQ-Sauce
Das nehme ich dafür, und ein paar Alternativen, die auch funktionieren, wenn gerade nicht alles im Haus ist.
- 500 g weiße Pfirsiche, geschält, in Stücke (ca. 2 cm) geschnitten
- 250 g warmes Wasser
- 70 g Zwiebeln, geviertelt
- 50 g brauner Zucker
- 70 g Zuckerrübensirup, hell
- 100 g Gelierzucker 2:1
- 4 EL Worcestersauce
- 1 EL helle Sojasauce
- 1 TL Paprika de la Vera
- ½ TL gemahlener Chili
- ½ TL Salz
- 2 TL Dijon-Senf
- 2 Knoblauchzehen
- ¼ TL Muskat
- 2 Nelken
- 1 Sternanis
- 1 getrocknetes Lorbeerblatt
- 1 frisches Lorbeerblatt
Ich nehme dafür immer weiße Pfirsiche, weil sie milder und süßer sind als gelbe. Gelbe funktionieren aber genauso, dann wird die Sauce etwas säuerlicher. Statt Paprika de la Vera geht auch normales edelsüßes Paprikapulver, nur der Rauchgeschmack fehlt dann ein bisschen.
Zubereitung Schritt für Schritt
Meine bewährte Methode ist, alles auf einmal in den Topf zu geben und dann nur noch ab und zu umzurühren. Hier die einzelnen Schritte.
Schritt 1: Pfirsiche, Wasser, Zwiebeln, braunen Zucker, Zuckerrübensirup, Gelierzucker, Worcestersauce, Sojasauce, Paprika, Chili, Salz, Senf, Knoblauch, Muskat, Nelken, Sternanis und beide Lorbeerblätter in einen großen Topf geben.
Schritt 2: Aufkochen, dann die Hitze reduzieren und offen etwa 75 Minuten köcheln lassen. Gelegentlich umrühren, damit nichts am Boden ansetzt. Die Sauce ist fertig, wenn sie sich um etwa die Hälfte reduziert hat und dickflüssig vom Löffel läuft.
Schritt 3: Nelken, Sternanis und Lorbeerblätter herausnehmen, dann die Sauce mit dem Pürierstab fein pürieren. Wer es etwas stückiger mag, lässt sie kurz stehen und püriert nur grob.
Schritt 4: Die heiße Sauce sofort in heiß ausgespülte Schraubgläser füllen, gut verschließen und abkühlen lassen. Mein Tipp: Die Gläser auf den Kopf stellen, während sie abkühlen, das verbessert den Verschluss zusätzlich.

Pfirsich-BBQ-Sauce
Zutaten
Kochutensilien
Method
- Pfirsiche, Wasser, Zwiebeln, braunen Zucker, Zuckerrübensirup, Gelierzucker, Worcestersauce, Sojasauce, Paprika, Chili, Salz, Senf, Knoblauch, Muskat, Nelken, Sternanis und beide Lorbeerblätter in einen großen Topf geben.
- Aufkochen, dann bei kleiner Hitze etwa 75 Minuten offen köcheln lassen, gelegentlich umrühren, bis sich die Masse um etwa die Hälfte reduziert hat.
- Nelken, Sternanis und Lorbeerblätter herausnehmen, dann mit dem Pürierstab fein pürieren.
- Die heiße Sauce sofort in heiß ausgespülte Schraubgläser füllen, verschließen und im Kühlschrank aufbewahren.
Nährwerte
Notizen
Was passt zu Pfirsich-BBQ-Sauce
Die Sauce ist fruchtig genug für helles Fleisch und würzig genug für Rind.
- Gegrilltes Hähnchen: Die Süße der Pfirsiche gleicht die herzhaften Röstaromen vom Grill gut aus.
- Spareribs: Klassische Kombination, die Sauce karamellisiert beim Bestreichen zusätzlich auf dem Grill.
- Lachs oder Garnelen: Fruchtige BBQ-Saucen passen gut zu Fisch und Meeresfrüchten, ohne den Eigengeschmack zu übertönen.
- Gegrilltes Gemüse: Zucchini oder Paprika bekommen durch die Sauce eine süß-würzige Note.
Aufbewahrung & Serviertipps
Gut verschlossen hält sich die Sauce mehrere Wochen im Kühlschrank, angebrochene Gläser sollte ich innerhalb von ein bis zwei Wochen aufbrauchen. Ist sie zu fest geworden, reicht kurzes Erwärmen im Topf bei kleiner Hitze. Kalt schmeckt sie genauso gut, etwa direkt aus dem Glas als Dip.
Aus meiner Erfahrung eignet sich die Sauce auch außerhalb der Grillsaison gut, zum Beispiel zu Ofenkartoffeln. Genauso gerne rühre ich sie mit etwas Frischkäse zu einem cremigen Brotaufstrich an.

Fazit
Diese Pfirsich-BBQ-Sauce steht bei mir seit dem letzten Sommer regelmäßig auf dem Tisch, wenn der Grill angeht. Der Aufwand ist überschaubar, die meiste Zeit köchelt sie einfach vor sich hin. Vier Gläser reichen bei mir für etwa drei bis vier Grillabende, je nachdem wie großzügig meine Kinder damit umgehen.






