Avocado-Tomaten-Dip ist mein Rettungsdip, wenn in zehn Minuten Besuch kommt und im Kühlschrank nur Frischkäse und eine reife Avocado liegen. Getrocknete Tomaten und Tomatenmark geben ihm eine kräftige, fast pizzaartige Würze. Das Basilikum hält ihn frisch.
Entstanden ist dieser Avocado-Tomaten-Dip an einem Samstag im Juni. Der Grill lief schon, die Nachbarn standen fast vor der Tür, und mir fiel auf, dass ich die frischen Tomaten für meine Guacamole vergessen hatte. Im Vorratsschrank fand ich nur ein halbes Glas getrocknete Tomaten in Öl.
Also kam zusammen, was da war. Meine Tochter hat als Erste mit einem Stück Baguette probiert und gefragt, warum die Guacamole auf einmal orange ist. Seitdem heißt der Dip bei ihr nur „orange Guacamole“. Ich brauche dafür bis heute nur Messer, Gabel und eine Schüssel.
Table of Contents
Zutaten für Avocado-Tomaten-Dip
Für diesen Avocado-Tomaten-Dip brauchst du nichts Besonderes, das meiste hast du wahrscheinlich schon da. Ist gerade keine reife Avocado im Haus, rühre ich stattdessen meinen schnellen Tomaten-Frischkäse-Dip an. Bei ein paar Zutaten schreibe ich dir dazu, was auch gut funktioniert.
- 1 Frühlingszwiebel (in feine Ringe geschnitten)
- 50 g getrocknete Tomaten in Öl (gut abgetropft). Ich nehme dafür immer die aus dem Glas. Trockene Tomaten aus der Tüte vorher 10 Minuten in heißem Wasser einweichen, dann plane diese Zeit zusätzlich ein.
- 4 Stängel Basilikum (Blätter abgezupft)
- 1 Avocado (entkernt, ca. 120 g Fruchtfleisch). Mein Tipp: Sie sollte auf leichten Druck nachgeben, dann wird der Dip ohne Mixer richtig glatt.
- 200 g Frischkäse. Die leichte Stufe geht auch, dann wird der Dip nur etwas weniger cremig.
- 30 g Tomatenmark
- ½ TL Paprikapulver edelsüß
- ¾ TL Salz (ich gebe erst ½ TL dazu und den Rest nach dem Probieren)
- ¼ TL Pfeffer
Allergene: Der Dip enthält Milch (Frischkäse). Getrocknete Tomaten können je nach Hersteller Sulfite enthalten, deshalb lohnt ein Blick aufs Etikett. Glutenfrei ist der Dip von Haus aus, das Brot dazu natürlich nicht.
Zubereitung Schritt für Schritt
Ich mache das normalerweise so, dass ich zuerst alles Würzige hacke und die Avocado ganz zum Schluss aufschneide. So wird sie nicht braun, bevor alles zusammenkommt.
Schritt 1: Frühlingszwiebel putzen und in feine Ringe schneiden. Getrocknete Tomaten und Basilikumblätter dazulegen und alles zusammen sehr fein hacken. Mit dem Multizerkleinerer reichen ein paar kurze Stöße, sonst wird es schnell zu Mus.
Schritt 2: Avocado halbieren, den Kern entfernen und das Fruchtfleisch in eine Schüssel löffeln. Mit einer Gabel zerdrücken, bis kaum noch Stückchen zu sehen sind.
Schritt 3: Frischkäse, Tomatenmark, Paprikapulver, ½ TL Salz und Pfeffer zugeben und mit einem Löffel glatt rühren. Die Masse wird gleichmäßig hell orange und schön cremig.
Schritt 4: Die gehackte Mischung unterheben und abschmecken. Ein typischer Fehler ist, zu früh nachzusalzen: Die getrockneten Tomaten bringen selbst Salz mit, probier deshalb erst am Ende und gib dann bei Bedarf den Rest Salz dazu. In eine Schale füllen und servieren.

Avocado-Tomaten-Dip
Zutaten
Kochutensilien
Methode
- Frühlingszwiebel in feine Ringe schneiden und zusammen mit den abgetropften getrockneten Tomaten und den Basilikumblättern sehr fein hacken, mit dem Messer oder mit ein paar kurzen Stößen im Multizerkleinerer.
- Avocado halbieren, Kern entfernen, Fruchtfleisch in eine Schüssel geben und mit einer Gabel fein zerdrücken.
- Frischkäse, Tomatenmark, Paprikapulver, 1/2 TL Salz und Pfeffer zugeben und mit einem Löffel glatt rühren, bis die Masse gleichmäßig hell orange und cremig ist.
- Die gehackte Mischung unterheben, erst jetzt abschmecken und bei Bedarf den restlichen Salz zugeben. In eine Schale füllen und servieren.
Nährwerte
Notizen
Was passt zu Avocado-Tomaten-Dip
Mein Avocado-Tomaten-Dip ist dick genug zum Streichen und cremig genug zum Tunken. Deshalb passt er zu Knusprigem genauso wie zu Gegrilltem.
Frisches Baguette oder Bauernbrot: Die knusprige Kruste ist der schönste Kontrast zur cremigen Avocado. So serviere ich ihn am liebsten.
Gemüsesticks: Gurke und Paprika bringen Frische und Biss. Meine Familie liebt das als schnellen Nachmittagssnack, weil die Kinder so ganz nebenbei Gemüse essen.
Grillgemüse und Halloumi: Die Röstaromen vom Grill passen gut zu den getrockneten Tomaten im Dip.
Ofenkartoffeln: Einfach einen Klecks statt meinem klassischen Kräuterquark obendrauf geben. Das macht aus einer schlichten Kartoffel ein kleines Abendessen.
Wraps: Als Aufstrich unter Salat und Hähnchen hält der Dip alles zusammen und ersetzt die Soße.
Aufbewahrung & Serviertipps
Avocado-Tomaten-Dip schmeckt frisch am besten. Reste hältst du im Kühlschrank etwa einen Tag, luftdicht verschlossen und mit Frischhaltefolie direkt auf der Oberfläche. Einfrieren empfehle ich nicht, weil Avocado und Frischkäse danach wässrig werden.
Aufwärmen musst du nichts. Wenn du vorbereiten möchtest, rühr den Frischkäse mit Tomatenmark, Gewürzen und der gehackten Mischung schon morgens an. Aus meiner Erfahrung bleibt der Dip am schönsten, wenn die Avocado erst kurz vor dem Servieren dazukommt.
Du kannst den Frischkäse zur Hälfte durch Magerquark ersetzen, dann wird der Dip leichter und etwas säuerlicher. Für Erwachsene passt eine Prise Chiliflocken, und ein Spritzer Limettensaft hält die Farbe länger frisch.

Fazit
Aus einem vergessenen Einkauf ist bei mir ein fester Grillabend-Dip geworden. Er braucht zehn Minuten, keine Küchenmaschine und nur Zutaten, die ich sowieso fast immer im Haus habe. Auf einem größeren Grillbuffet stelle ich ihn gern neben einen mediterranen Dip für den Grillabend, dann ist für jeden etwas dabei. Offiziell reicht das Rezept für 6 Portionen. Wenn meine Tochter mitisst, wird es trotzdem knapp.






