Paprika-Hollandaise ist eine cremige Buttersauce mit gegrillter Paprika, Orangensaft und geräuchertem Paprikapulver. Sie schmeckt leicht rauchig und mild fruchtig, passt zu Spargel, Eiern, Fisch und Gegrilltem und ist in 15 Minuten fertig. Ich rühre sie im Wasserbad, du brauchst nur einen Stabmixer, einen Schneebesen und am besten ein Küchenthermometer.
An einem Sonntag im Spätsommer lagen noch gegrillte Paprika vom Vorabend im Kühlschrank. Eigentlich wollte ich nur Eier auf Toast machen, aber eine Sauce fehlte mir dazu. Also habe ich die Paprika kurzerhand in meine Hollandaise gemixt, und so entstand diese Paprika-Hollandaise.
Eins meiner Kinder blieb am Tisch stehen und fragte, ob das Ketchup sei. Nach dem ersten Löffel war die Frage geklärt, und der Teller war schneller leer als sonst. Die klassische Variante ohne Paprika findest du in meiner schnellen Hollandaise, hier kommt die rauchige Schwester dazu.
Table of Contents
Zutaten für Paprika-Hollandaise
Das nehme ich dafür, dazu ein paar Hinweise, was sich austauschen lässt. Die Zutatenliste ist kurz, aber bei Butter und Eigelb lohnt sich gute Qualität, weil die Sauce fast nur aus beidem besteht.
- 100 g gegrillte Paprika (Ich nehme dafür meistens gegrillte Paprika aus dem Glas oder Reste vom Grillabend, gut abgetropft, sonst wird die Sauce zu flüssig.)
- 20 ml natives Olivenöl
- 20 ml Orangensaft (frisch gepresst)
- 10 ml Wasser
- 2 Spritzer Tabasco (optional, für die Kinder lasse ich ihn weg)
- 130 g Butter (in Stücken, meine bewährte Methode: die Stücke kommen kalt aus dem Kühlschrank)
- 1 TL Paprikapulver edelsüß
- 1 TL geräuchertes Paprikapulver (Paprika de la Vera)
- 4 Eigelb
- ½ bis 1 TL Salz
Allergenhinweis: Die Sauce enthält Eier und Milch (Butter).
Zubereitung Schritt für Schritt
Ich mache die Paprika-Hollandaise normalerweise mit dem Stabmixer und einem Wasserbad. Das braucht etwa 5 Minuten Vorbereitung und 10 Minuten am Herd, und du solltest die ganze Zeit dabeibleiben.
Schritt 1: Gegrillte Paprika, Olivenöl, Orangensaft, Wasser und Tabasco in ein hohes Gefäß geben und etwa 10 Sekunden mit dem Stabmixer fein pürieren. Das Püree soll glatt und leuchtend orange sein.
Schritt 2: Einen Topf mit 3 bis 4 cm Wasser knapp unter dem Siedepunkt halten und eine hitzebeständige Schüssel daraufsetzen. Sie darf das Wasser nicht berühren. Paprikapüree, Eigelb, beide Paprikapulver und Salz hineingeben.
Schritt 3: Die kalte Butter Stück für Stück einrühren und dabei ständig mit dem Schneebesen schlagen. Weiterrühren, bis die Sauce dick und glänzend wird und mit dem Küchenthermometer gemessen 70 bis 75 °C erreicht hat. Über 80 °C gerinnt das Eigelb. Mein Tipp: Wird die Schüssel zu heiß und die Masse an den Rändern fest, sie kurz vom Wasserbad nehmen und kräftig rühren.
Schritt 4: Die Paprika-Hollandaise abschmecken, bei Bedarf nachsalzen und sofort servieren. Sollte die Sauce doch gerinnen, rühre ich 1 EL kaltes Wasser ein. Klappt das nicht, schlage ich ein frisches Eigelb in einer sauberen Schüssel auf und rühre die geronnene Sauce langsam unter.

Paprika-Hollandaise
Zutaten
Kochutensilien
Methode
- Gegrillte Paprika, Olivenöl, Orangensaft, Wasser und Tabasco in ein hohes Gefäß geben und etwa 10 Sekunden mit dem Stabmixer fein pürieren.
- Einen Topf mit 3 bis 4 cm Wasser knapp unter dem Siedepunkt halten und eine hitzebeständige Schüssel daraufsetzen, ohne dass sie das Wasser berührt. Paprikapüree, Eigelb, beide Paprikapulver und Salz hineingeben.
- Die kalte Butter Stück für Stück einrühren und dabei ständig mit dem Schneebesen schlagen, bis die Sauce dick und glänzend ist und mit dem Küchenthermometer gemessen 70 bis 75 °C erreicht hat. Über 80 °C gerinnt das Eigelb. Wird die Masse an den Rändern fest, die Schüssel kurz vom Wasserbad nehmen und kräftig rühren.
- Die Paprika-Hollandaise abschmecken, bei Bedarf nachsalzen und sofort servieren. Gerinnt die Sauce, 1 EL kaltes Wasser einrühren oder ein frisches Eigelb in einer sauberen Schüssel aufschlagen und die Sauce langsam unterrühren.
Nährwerte
Notizen
Was passt zu Paprika-Hollandaise
Die Sauce ist reichhaltig und leicht rauchig. Am besten passen Beilagen, die mild sind oder einen frischen Kontrast bieten.
Weißer Spargel: Der klassische Partner, weil sein feiner Geschmack die Sauce tragen kann, ohne unterzugehen. Noch sättigender wird es mit Rösti aus Spargel und Kartoffeln.
Pochierte Eier: Ein Frühstücksklassiker mit orangefarbener Sauce statt gelber, cremig auf cremig.
Gebratener Lachs: Der Fisch hält der kräftigen Paprikanote stand, ein Spritzer Zitrone gleicht die Butter aus.
Gegrilltes Hähnchen oder Steak: Die Rauchnote des Paprikapulvers greift den Grillgeschmack auf.
Ofenkartoffeln: Sie nehmen die Sauce gut auf und machen das Ganze zu einem sättigenden Abendessen.
Aufbewahrung & Serviertipps
Am besten schmeckt die Paprika-Hollandaise frisch. Im warmen Wasserbad hält sie sich bei ausgeschaltetem Herd 15 bis 20 Minuten. Reste gehören sofort in den Kühlschrank und sollten innerhalb eines Tages aufgebraucht werden. Einfrieren empfehle ich nicht, weil die Sauce dabei ausflockt.
Zum Aufwärmen gebe ich die Reste in eine Schüssel über einem Wasserbad bei niedriger Hitze. Ein kleiner Schuss Wasser hilft, und dabei rühre ich ständig. In der Mikrowelle gerinnt die Sauce leicht, deshalb nutze ich sie dafür nicht.
Neben Spargel und Eiern schmeckt die Sauce auch als Dip zu Ofengemüse oder auf einem Burger. Wer es milder mag, lässt den Tabasco weg und nimmt weniger geräuchertes Paprikapulver.

Fazit
Diese Paprika-Hollandaise ist mein Weg, aus Paprikaresten vom Grillabend etwas Besonderes zu machen. Sie braucht ein bisschen Aufmerksamkeit am Herd, aber wenig Zeit. Für mehr Orange gibt es bei mir eine fruchtige Hollandaise auf Orangenbasis, und im Frühling passt zu Spargel auch meine Bärlauch-Hollandaise. Bei mir zu Hause kommt sie inzwischen fast immer zum Sonntagsfrühstück auf den Tisch.






