Lemon Curd ist eine cremige Zitronencreme aus Zitronensaft, Zucker, Butter und Eiern und in nur 20 Minuten fertig. Im Kühlschrank hält sie sich ungeöffnet bis zu vier Wochen. Ich brauche dafür vier Zutaten, einen Topf und eine Schüssel.
An einem verregneten Sonntag lag bei mir eine Schale Zitronen, die ich für Limonade gekauft und dann vergessen hatte. Meine Tochter fragte, ob man daraus auch etwas machen kann, das aufs Brot passt, und mir fiel Lemon Curd ein.
Kaum stand der Topf auf dem Herd, war mein Sohn neben mir und wollte wissen, was da so gut riecht. Warmer, süßer Zitronenduft, der durch die ganze Wohnung zieht, das mag ich an Lemon Curd am liebsten. Den Löffel zum Abschlecken hat er sich anschließend selbst geholt. So mache ich ihn seitdem, und so schreibe ich ihn dir jetzt auf.
Table of Contents
Zutaten für Lemon Curd
Für vier Gläser brauche ich nur vier Zutaten, die du vermutlich schon zu Hause hast. Ich nehme dafür immer frisch gepresste Zitronen und Butter in Stücken, weil die Creme dann gleichmäßig schmilzt und cremig wird.
- 480 g Zucker
- 300 g Zitronensaft (frisch gepresst). Mein Tipp: Presse die Zitronen erst kurz vor dem Kochen aus, dann schmeckt der Curd am frischesten. Je nach Größe brauchst du etwa 6 bis 8 Zitronen.
- 240 g Butter (in Stücken)
- 6 Eier
Enthält Eier und Milch (Butter). Vegetarisch, nicht vegan.
Für die halbe Menge nimmst du 240 g Zucker, 150 g Zitronensaft, 120 g Butter und 3 Eier. Dann füllst du 2 Gläser.
Zubereitung Schritt für Schritt
Meine bewährte Methode ist das Wasserbad, weil die Eier so nicht stocken. Dafür brauchst du nur eine hitzebeständige Schüssel, einen Topf und etwa 15 Minuten.
Schritt 1: Spüle vier Schraubgläser (je etwa 300 ml) mit kochend heißem Wasser aus und stelle sie bereit. Presse die Zitronen aus und schneide die Butter in Stücke.
Schritt 2: Fülle einen Topf etwa zwei Finger hoch mit Wasser und lass es leicht köcheln. Gib Zucker, Zitronensaft, Butter und Eier in eine hitzebeständige Schüssel und setze sie auf den Topf. Der Boden der Schüssel darf das Wasser nicht berühren.
Schritt 3: Rühre die Masse etwa 15 Minuten ständig mit einem Schneebesen, bis sie dickflüssig wird und etwa 80 °C erreicht (am besten mit einem Küchenthermometer gemessen). Sie soll den Löffelrücken überziehen. Typischer Fehler: zu viel Hitze. Kocht die Masse, stocken die Eier, also lieber die Hitze zurücknehmen.
Schritt 4: Nimm die Schüssel vom Topf. Falls sich kleine Eiflöckchen gebildet haben, streiche die Creme durch ein feines Sieb. Fülle sie dann sofort in die heiß ausgespülten Gläser (à ca. 330 g) und verschließe sie fest.
Schritt 5: Lass die Gläser abkühlen und stelle sie in den Kühlschrank. Beim Abkühlen wird der Curd noch etwas fester, rechne dafür mit einigen Stunden. Ungeöffnet hält er sich bis zu 4 Wochen, ein angebrochenes Glas verbrauchst du am besten innerhalb einer Woche.

Lemon Curd
Zutaten
Kochutensilien
Methode
- Vier Schraubgläser (je etwa 300 ml) mit kochend heißem Wasser ausspülen und bereitstellen. Zitronen auspressen und die Butter in Stücke schneiden.
- Einen Topf etwa zwei Finger hoch mit Wasser füllen und leicht köcheln lassen. Zucker, Zitronensaft, Butter und Eier in eine hitzebeständige Schüssel geben und auf den Topf setzen. Der Boden der Schüssel darf das Wasser nicht berühren.
- Die Masse etwa 15 Minuten ständig mit einem Schneebesen rühren, bis sie dickflüssig ist und etwa 80 °C erreicht hat (am besten mit einem Küchenthermometer gemessen). Sie soll den Löffelrücken überziehen und darf nicht kochen.
- Die Schüssel vom Topf nehmen. Falls sich kleine Eiflöckchen gebildet haben, die Creme durch ein feines Sieb streichen. Sofort in die heiß ausgespülten Gläser füllen (à ca. 330 g) und fest verschließen.
- Abkühlen lassen und im Kühlschrank aufbewahren. Der Curd wird nach einigen Stunden fest. Ungeöffnet bis zu 4 Wochen haltbar, ein angebrochenes Glas innerhalb einer Woche verbrauchen.
Nährwerte
Notizen
Was passt zu Lemon Curd
Lemon Curd ist süß, säuerlich und cremig, darum passt er zu allem, was etwas Mildes oder Lockeres dagegensetzt.
Frisches Brot oder Brötchen: Die knusprige Kruste und der cremige Curd ergeben ein schnelles Frühstück.
Tarte: Als Füllung auf einem Mürbeteigboden hält die Säure die Tarte frisch.
Biskuit: Zwischen Biskuitschichten oder in einer Biskuitrolle bringt der Curd Zitronenaroma und Feuchtigkeit. Mit meiner Crème pâtissière wird die Füllung noch cremiger.
Naturjoghurt: Ein Löffel Curd im Joghurt liefert Süße und Säure zugleich, für das Frühstück oder als schneller Nachtisch.
Aufbewahrung & Serviertipps
Ungeöffnet hält sich der Lemon Curd in fest verschlossenen, heiß ausgespülten Gläsern bis zu vier Wochen im Kühlschrank. Ein angebrochenes Glas verbrauchst du am besten innerhalb einer Woche. Ich schreibe das Kochdatum auf die Gläser, damit ich nicht raten muss.
Aufwärmen musst du den Curd nicht. Ich nehme das Glas kurz vor dem Servieren aus dem Kühlschrank und rühre einmal durch, dann lässt er sich gut streichen.
Du kannst ihn als Brotaufstrich essen oder als Füllung für Tarte, Biskuit und Gebäck verwenden. In einem hübsch beschrifteten Glas ist er außerdem ein Mitbringsel für Geburtstage oder Besuche.

Fazit
Ich koche Lemon Curd am liebsten in der großen Menge, weil vier Gläser nicht mehr Arbeit machen als zwei und danach wochenlang reichen. Ein Löffel davon macht aus einem einfachen Brot etwas Frisches. Wer es lieber beerig mag, probiert als Nächstes meinen Berry Curd. Und wenn du statt der Creme lieber einen Klassiker aus Zitronen möchtest, findest du bei mir auch eine Zitronenmarmelade.






