Vegane Frikadellen mit Kartoffelsalat

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Vegane Frikadellen mit Kartoffelsalat, wie ich sie an einem leeren Kühlschrank-Abend erfunden habe und die seitdem fest auf meinem Speiseplan stehen.

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By Lukas Schneider
Updated on Fr., 21 Aug. 2026 11:21:52 GMT

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Vegane Frikadellen mit Kartoffelsalat sind für mich das Gericht, das ich mache, wenn der Kühlschrank fast leer ist, aber trotzdem noch Kartoffeln und eine Dose Linsen im Schrank stehen. Aus wenigen Zutaten wird ein warmes, sättigendes Abendessen, das auch ohne Fleisch niemandem fehlt.

Entstanden ist das Rezept an einem Dienstagabend, an dem ich eigentlich Hackfleisch für Frikadellen kaufen wollte und es schlicht vergessen hatte. Ich hatte noch Linsen und eine halbe Packung Sonnenblumenkerne da, also habe ich improvisiert. Meine Tochter hat drei Stück gegessen, bevor ich ihr gesagt habe, dass kein Fleisch drin ist, und war ziemlich überrascht.

Seitdem frage ich sie manchmal, ob sie die „normalen“ oder die „grünen“ Frikadellen will, und meistens gewinnen die grünen. Der Kartoffelsalat dazu ist für mich Pflicht, weil er die Frikadellen schön ausgleicht. Leg dir die Zutaten bereit, dann kann es losgehen.

Zutaten für Vegane Frikadellen mit Kartoffelsalat

Das nehme ich für beide Komponenten zusammen, die Liste sieht länger aus, als sie wirklich ist. Gewürzgurken kannst du durch Cornichons ersetzen, und statt Rote-Bete-Saft tut es notfalls auch ein Schuss Balsamico für die Farbe.

Für den Kartoffelsalat:

  • 1000 g Kartoffeln, festkochend, ungeschält
  • 650 g Wasser
  • 1 Lorbeerblatt, getrocknet
  • 2 geh. TL Gewürzpaste für Gemüsebrühe (oder 2 Brühwürfel)
  • 100 g Gewürzgurken, abgetropft
  • 20 g Petersilie, abgezupft
  • 80 g rote Zwiebeln
  • 1 ½ TL Salz
  • 80 g Gurkenwasser
  • 2 EL Senf
  • 80 g vegane Mayonnaise

Für die Frikadellen:

  • 80 g Pardina-Linsen, getrocknet (ich nehme dafür immer die kleinen Pardina-Linsen, sie zerfallen beim Kochen nicht so schnell)
  • 80 g Sonnenblumenkerne, geröstet
  • 90 g Möhren, in Stücken
  • 1 Knoblauchzehe
  • 100 g Zwiebeln
  • 30 g Öl, plus etwas mehr zum Anbraten
  • 80 g zarte Haferflocken
  • ½ TL Paprika de la Vera
  • ½ TL Majoran
  • ½ TL Thymian
  • 5 g Flohsamenschalen (mein Tipp: unbedingt die 10 Minuten Ruhezeit einhalten, sonst fallen die Frikadellen beim Braten auseinander)
  • 2 EL vegane Worcester-Sauce
  • 30 g Rote-Bete-Saft

Enthält Senf. Bei fertiger veganer Mayonnaise und Worcester-Sauce lohnt sich außerdem ein Blick aufs Etikett, da manche Marken Soja enthalten.

Zubereitung Schritt für Schritt

Aus meiner Erfahrung lohnt es sich, Kartoffeln und Linsen parallel zu kochen, dann ist alles gleichzeitig fertig und du sparst dir Wartezeit.

Schritt 1: Kartoffeln waschen und in einem großen Topf mit Wasser 20-25 Minuten kochen, bis sie mit einem Messer leicht durchstochen werden können.

Schritt 2: Parallel Wasser mit Lorbeerblatt und Gewürzpaste aufkochen, Linsen zugeben und ca. 20 Minuten köcheln, bis sie weich sind, aber noch Biss haben. 40 g Kochflüssigkeit auffangen, Lorbeerblatt entfernen.

Schritt 3: Gewürzgurken, Petersilie und rote Zwiebeln jeweils fein hacken.

Schritt 4: Für die Marinade Wasser, Salz, Gewürzpaste, Gurkenwasser und Senf in einem kleinen Topf kurz erwärmen, nicht kochen lassen.

Schritt 5: Kartoffeln schälen, in dünne Scheiben schneiden, mit Gurken, Petersilie, Zwiebeln und der warmen Marinade vermischen. Ziehen lassen, der Salat zieht mit der Zeit noch mehr Aroma.

Schritt 6: Sonnenblumenkerne grob hacken, Möhren im Blitzhacker oder mit der Reibe fein raspeln.

Schritt 7: Knoblauch und restliche Zwiebeln fein hacken und in Öl 3 Minuten glasig andünsten.

Schritt 8: Gegarte Linsen mit Möhren, Sonnenblumenkernen, Haferflocken, Gewürzen, Flohsamenschalen, Worcester-Sauce, Rote-Bete-Saft, Senf und den gedünsteten Zwiebeln in einer Schüssel vermengen.

Schritt 9: Die Masse 10 Minuten ruhen lassen. In dieser Zeit Mayonnaise unter den Kartoffelsalat heben und abschmecken.

Schritt 10: Aus der Masse 4 Frikadellen formen und in heißem Öl je Seite 4-5 Minuten goldbraun braten, bis sie eine feste Kruste haben.

Angeschnittene vegane Frikadelle mit Kartoffelsalat, Nahaufnahme der Konsistenz

Vegane Frikadellen mit Kartoffelsalat

Herzhafte Linsen-Frikadellen mit cremigem Kartoffelsalat, vegan und alltagstauglich.
Vorbereitungszeit 40 Minuten
Zubereitungszeit 40 Minuten
Gesamtzeit 1 Stunde 20 Minuten
Portionen: 4 Portionen
Gericht: Abendessen, Hauptgericht
Küche: Deutsch
Kalorien: 777
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Zutaten
  

  • 1000 g Kartoffeln, festkochend ungeschält
  • 650 g Wasser
  • 1 Lorbeerblatt getrocknet
  • 2 TL Gewürzpaste für Gemüsebrühe gehäuft, oder 2 Brühwürfel
  • 100 g Gewürzgurken abgetropft
  • 20 g Petersilie abgezupft
  • 80 g rote Zwiebeln
  • 1.5 TL Salz
  • 80 g Gurkenwasser
  • 2 EL Senf
  • 80 g vegane Mayonnaise
  • 80 g Pardina-Linsen getrocknet
  • 80 g Sonnenblumenkerne geröstet
  • 90 g Möhren in Stücken
  • 1 Knoblauchzehe
  • 100 g Zwiebeln
  • 30 g Öl plus etwas mehr zum Anbraten
  • 80 g Haferflocken, zart
  • 0.5 TL Paprika de la Vera
  • 0.5 TL Majoran
  • 0.5 TL Thymian
  • 5 g Flohsamenschalen
  • 2 EL Worcester-Sauce, vegan
  • 30 g Rote-Bete-Saft

Kochutensilien

  • Topf
  • Pfanne
  • Blitzhacker

Method
 

  1. Kartoffeln waschen und in einem großen Topf mit Wasser 20-25 Minuten kochen, bis sie mit einem Messer leicht durchstochen werden können.
  2. Parallel Wasser mit Lorbeerblatt und Gewürzpaste aufkochen, Linsen zugeben und ca. 20 Minuten köcheln, bis sie weich sind. 40 g Kochflüssigkeit auffangen, Lorbeerblatt entfernen.
  3. Gewürzgurken, Petersilie und rote Zwiebeln jeweils fein hacken.
  4. Für die Marinade Wasser, Salz, Gewürzpaste, Gurkenwasser und Senf in einem kleinen Topf kurz erwärmen, nicht kochen lassen.
  5. Kartoffeln schälen, in dünne Scheiben schneiden, mit Gurken, Petersilie, Zwiebeln und der warmen Marinade vermischen und ziehen lassen.
  6. Sonnenblumenkerne grob hacken, Möhren fein raspeln.
  7. Knoblauch und restliche Zwiebeln fein hacken und in Öl 3 Minuten glasig andünsten.
  8. Gegarte Linsen mit Möhren, Sonnenblumenkernen, Haferflocken, Gewürzen, Flohsamenschalen, Worcester-Sauce, Rote-Bete-Saft, Senf und den gedünsteten Zwiebeln vermengen.
  9. Die Masse 10 Minuten ruhen lassen. In dieser Zeit Mayonnaise unter den Kartoffelsalat heben und abschmecken.
  10. Aus der Masse 4 Frikadellen formen und in heißem Öl je Seite 4-5 Minuten goldbraun braten.

Nährwerte

Kalorien: 777kcalKohlenhydrate: 97gProtein: 21gFett: 37gGesättigte Fettsäuren: 5gNatrium: 1432mgBallaststoffe: 15.4g

Notizen

Enthält Senf. Vegane Mayonnaise und Worcester-Sauce können Soja enthalten, Etikett prüfen. Nährwerte sind unverifizierte Schätzwerte, vor Veröffentlichung manuell prüfen. Vor dem Braten können die Frikadellen in Paniermehl gewälzt werden, dann werden sie außen knuspriger. Roh geformt lassen sie sich gut einfrieren.
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Was passt zu Vegane Frikadellen mit Kartoffelsalat

Der Kartoffelsalat ist eigentlich schon die perfekte Beilage, aber diese Kombinationen mag meine Familie besonders gern:

  • Mein veganer Caesar Salat: bringt Frische zu den herzhaften Frikadellen.
  • Selbstgemachte Remoulade: passt geschmacklich zum Kartoffelsalat und macht das Ganze noch cremiger.
  • Eingelegte rote Zwiebeln: geben einen säuerlichen Kontrast zum erdigen Linsengeschmack.

Aufbewahrung & Serviertipps

Die rohen oder gebratenen Frikadellen halten sich im Kühlschrank abgedeckt 2 Tage. Roh geformt lassen sie sich auch einfrieren und direkt aus dem Gefrierfach in der Pfanne braten, dann einfach 2-3 Minuten länger pro Seite einplanen.

Zum Aufwärmen brate ich sie kurz in der Pfanne an, so werden sie außen wieder knusprig statt labbrig aus der Mikrowelle. Der Kartoffelsalat hält sich separat 2 Tage im Kühlschrank und schmeckt am nächsten Tag oft noch besser, weil er durchgezogen ist.

Statt Haferflocken kannst du auch Semmelbrösel nehmen, und wer mag, ersetzt die Möhren durch Pastinaken für eine mildere Note. Als Wrap mit etwas Salat und Remoulade machen sich die Frikadellen auch gut fürs Pausenbrot am nächsten Tag.

Pinterest-Grafik Vegane Frikadellen mit Kartoffelsalat, herzhaftes veganes Abendessen

Fazit

Dieses Rezept hat sich aus einer Notlösung zu einem festen Bestandteil meines Speiseplans entwickelt. Meine Tochter fragt inzwischen von sich aus nach den „grünen Frikadellen“, und ich mag, dass ich den Kartoffelsalat schon am Vortag vorbereiten kann. Genauso unkompliziert sind bei mir meine vegane Spinat-Cashew-Cannelloni oder meine gelingsicheren veganen Paprika, wenn es abends schnell und trotzdem herzhaft sein soll. Für mich ist es das beste Beispiel dafür, dass vegane Küche bei mir zuhause keine Extrawurst braucht.

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