Granola selber machen ist bei mir mittlerweile Sonntagsroutine geworden. Mit Haferflocken, Nüssen und einer Prise Zimt ist die Mischung in 10 Minuten vorbereitet und braucht danach nur noch Ofenzeit. Ich packe es in ein großes Glas, dann ist es die ganze Woche griffbereit.
Angefangen hat das Ganze, weil meine Tochter irgendwann keine gekauften Müslis mehr wollte, die ihr zu süß waren. Also habe ich mit ihr zusammen in der Küche experimentiert, mit unterschiedlichen Flocken, Kernen und Nüssen, bis die Mischung stimmte.
Mittlerweile hilft sie mir beim Wiegen der Zutaten und wacht wie ein Adler über den Ofen, damit nichts zu dunkel wird. Aus meiner Erfahrung lohnt es sich, gleich die doppelte Menge zu machen, denn bei mir ist ein Glas erstaunlich schnell leer. Wer mag, kann direkt weiterlesen, wie ich es zubereite.
Table of Contents
Zutaten für Granola
Das nehme ich dafür, alles Zutaten, die ich meist ohnehin im Vorrat habe. Ein paar Alternativen, die genauso gut funktionieren, habe ich direkt mit notiert.
- 100 g gemischte Nüsse, ganz (z. B. Haselnüsse, Mandeln, Walnüsse)
- 250 g kernige Haferflocken
- 100 g Dinkelflocken
- 50 g Buchweizenflocken
- 50 g Quinoaflocken (oder Reisflocken)
- 15 g gepuffter Amaranth
- 40 g Kürbiskerne
- 40 g Sonnenblumenkerne
- 10 g Leinsamen
- 10 g Sesam
- 200 g Ahornsirup
- 40 g Kokosöl
- 1 gestrichener TL Zimt (optional)
- 1 Msp. Salz
Allergenhinweis: Dieses Rezept enthält Gluten (Hafer, Dinkel), Nüsse und Sesam.
Ich nehme dafür am liebsten eine Mischung aus Hasel- und Mandeln, weil beide beim Rösten schön Aroma entwickeln. Statt Ahornsirup geht auch Agavendicksaft, meine bewährte Methode ist aber der Ahornsirup, weil er etwas karamelliger schmeckt.
Zubereitung Schritt für Schritt
Ich mache das normalerweise so, dass ich zuerst den Ofen vorheize und danach in Ruhe die Zutaten abwiege, dann geht alles zügig ineinander über.
Schritt 1: Backofen auf 160 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
Schritt 2: Nüsse grob hacken, entweder mit dem Messer oder kurz im Blitzhacker.
Schritt 3: Haferflocken, Dinkelflocken, Buchweizenflocken, Quinoaflocken, Amaranth, Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne, Leinsamen und Sesam in einer großen Schüssel vermischen. Gehackte Nüsse dazugeben.
Schritt 4: Ahornsirup, Kokosöl, Zimt und Salz in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze unter Rühren erwärmen, bis das Kokosöl geschmolzen ist. Das dauert etwa 2 bis 3 Minuten, ein typischer Fehler ist zu starke Hitze, dann karamellisiert der Sirup zu schnell an.
Schritt 5: Die warme Sirup-Mischung über die trockenen Zutaten gießen und mit einem Kochlöffel gut vermengen, bis wirklich jede Flocke benetzt ist.
Schritt 6: Granola-Mischung gleichmäßig auf dem Backblech verteilen und 25 bis 30 Minuten im unteren Drittel des Ofens backen. Alle 5 bis 10 Minuten wenden, sonst bräunt es am Rand zu dunkel und in der Mitte bleibt es blass.
Schritt 7: Vollständig auf dem Blech abkühlen lassen, das dauert etwa eine Stunde. Erst beim Abkühlen wird das Granola richtig knusprig.

Granola
Zutaten
Kochutensilien
Method
- Backofen auf 160 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
- Nüsse grob hacken, mit dem Messer oder kurz im Blitzhacker.
- Haferflocken, Dinkelflocken, Buchweizenflocken, Quinoaflocken, Amaranth, Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne, Leinsamen und Sesam in einer großen Schüssel vermischen, gehackte Nüsse dazugeben.
- Ahornsirup, Kokosöl, Zimt und Salz in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze unter Rühren erwärmen, bis das Kokosöl geschmolzen ist, ca. 2 bis 3 Minuten.
- Die warme Sirup-Mischung über die trockenen Zutaten gießen und gut vermengen, bis alles gleichmäßig benetzt ist.
- Granola-Mischung gleichmäßig auf dem Backblech verteilen und 25 bis 30 Minuten im unteren Drittel des Ofens backen, dabei alle 5 bis 10 Minuten wenden.
- Vollständig auf dem Blech abkühlen lassen, ca. 1 Stunde, erst dann wird das Granola knusprig.
Nährwerte
Notizen
Was passt zu Granola
Griechischer Joghurt: Die Säure balanciert die Süße vom Ahornsirup schön aus und macht aus dem Granola ein vollwertiges Frühstück.
Apfel-Zimt-Kompott: Warmes Kompott und knuspriges Granola sind eine meiner liebsten Herbstkombinationen, besonders mit dem Zimt aus dem Rezept.
Frische Beeren: Himbeeren oder Blaubeeren bringen Frische rein und machen aus dem Granola im Sommer eine leichte Bowl.
Pflanzenmilch: Für ein klassisches Frühstücksmüsli reicht auch einfach kalte Hafer- oder Mandelmilch.
Aufbewahrung & Serviertipps
Granola hält sich in einem gut verschlossenen Glas oder einer Dose bei Zimmertemperatur locker 2 bis 3 Wochen, solange es vor dem Einfüllen wirklich vollständig abgekühlt ist. Im Kühlschrank ist es nicht nötig, dort zieht es eher Feuchtigkeit.
Aufwärmen muss man Granola eigentlich nicht, es wird ja kalt gegessen. Verliert es nach ein paar Tagen etwas Knusprigkeit, reichen 5 Minuten bei 150 °C im Ofen, um es wieder aufzufrischen.
Mein Tipp: Getreide- und Nusssorten lassen sich je nach Vorrat tauschen, auch als Topping für Smoothie-Bowls oder über gebackenem Obst macht sich das Granola richtig gut.

Fazit
Bei mir ist aus einem Experiment gegen zu süßes Fertigmüsli mittlerweile ein festes Sonntagsritual geworden. Ich mag am meisten, dass sich das Rezept so flexibel an das anpasst, was gerade im Vorratsschrank steht. Als Nächstes will ich eine herzhafte Variante mit Buchweizen und Kürbiskernen für den Salat ausprobieren.






