Espresso-Mandel-Veganisu ist meine vegane Antwort auf klassisches Tiramisu, mit gemahlenen Mandeln im Boden statt Löffelbiskuits und einer Creme aus Seidentofu statt Mascarpone. Der Kuchen zieht über Nacht im Kühlschrank durch und wird dadurch nur besser. Ich mache ihn immer dann, wenn am nächsten Tag Besuch kommt und ich mir am Vorabend die Arbeit sparen will.
Die Idee dazu kam mir, als eine Freundin aus der Nachbarschaft vegan gegessen hat und ich beim Kaffeetrinken auf einmal kein normales Tiramisu mehr anbieten konnte. Also habe ich ein paar Nachmittage lang experimentiert, bis Boden und Creme so wurden, wie ich mir das vorgestellt hatte. Meine bewährte Methode ist inzwischen, den Kuchen schon freitagabends vorzubereiten, damit er samstags fertig durchgezogen ist. Der Espresso zieht in den Mandelboden ein und macht ihn schön saftig, ohne dass er matschig wird. Meine Kinder mögen die Kaffeenote nicht, aber für Erwachsenenrunden ist das Dessert bei mir fest eingeplant. Genau wie mein veganer Marmorkuchen lässt sich auch dieser Kuchen wunderbar vorbereiten. Jetzt zur Zubereitung.
Table of Contents
Zutaten für Espresso-Mandel-Veganisu
Für Boden und Creme brauchst du überschaubare Zutaten, die meisten davon hast du wahrscheinlich schon im Vorratsschrank. Ich nehme dafür immer Seidentofu von einer festen Marke, weil er sich glatter pürieren lässt als weiche Sorten.
Enthält: Schalenfrüchte (Mandeln), Gluten (Weizenmehl) und Soja (Sojajoghurt, Seidentofu).
Mandelkuchen:
- 100 g Mandeln
- 100 g vegane Margarine, in Stücken, plus etwas mehr zum Einfetten
- 120 g Zucker
- 200 g pflanzliche Sahnealternative
- 150 g Mehl
- 1 EL Ei-Ersatzpulver
- 1 Pck. Backpulver
Creme und Topping:
- 150 g Zucker
- 150 g vegane Margarine, in Stücken
- 400 g Seidentofu, abgetropft
- 250 g Sojajoghurt, natur
- 150 g Espresso, aufgebrüht und abgekühlt
- 10 g Kakaopulver
Mein Tipp: Wenn du kein Ei-Ersatzpulver zur Hand hast, bekommst du es meistens im Reformhaus oder in gut sortierten Bioläden. Für andere süße Vorräte im Haus lohnt sich auch immer eine Portion meiner veganen Chocolate Chip Cookies, die brauchen ähnlich unkomplizierte Zutaten.
Zubereitung Schritt für Schritt
Aus meiner Erfahrung lohnt es sich, den Espresso schon vor dem Backen aufzubrühen, damit er beim Zusammensetzen wirklich kalt ist.
Mandelkuchen:
- Backofen auf 180°C Ober/Unterhitze vorheizen. Eine Kastenform (ca. 30 x 12 cm) einfetten.
- Mandeln in einem Blitzhacker fein mahlen.
- Margarine und Zucker mit dem Handmixer 2 bis 3 Minuten hell und cremig aufschlagen.
- Sahnealternative unterrühren, bis die Masse glatt ist.
- Gemahlene Mandeln, Mehl, Ei-Ersatzpulver und Backpulver dazugeben und nur so lange verrühren, bis kein Mehl mehr sichtbar ist. Zu langes Rühren macht den Boden zäh, das ist der häufigste Fehler an dieser Stelle. Teig in die Form füllen und 30 Minuten backen, bis ein Zahnstocher sauber herauskommt.
- Kuchen in der Form abkühlen lassen, stürzen und in 2 cm dicke Scheiben schneiden.
Creme und Topping:
- Zucker und Margarine in einem kleinen Topf bei niedriger Hitze schmelzen, bis sich der Zucker größtenteils aufgelöst hat. Kurz abkühlen lassen.
- Seidentofu und Sojajoghurt dazugeben und mit dem Stabmixer glattrühren.
- Die Hälfte der Kuchenscheiben in eine rechteckige Form (ca. 30 x 20 x 6 cm) legen, mit der Hälfte des Espressos beträufeln und die Hälfte der Creme darauf verteilen. Restliche Scheiben darauflegen, mit restlichem Espresso beträufeln und mit restlicher Creme abschließen.
- Mit Frischhaltefolie abdecken und mindestens 5 Stunden, besser über Nacht, kalt stellen. Vor dem Servieren mit Kakaopulver bestäuben und in Stücke schneiden.

Espresso-Mandel-Veganisu
Zutaten
Kochutensilien
Method
- Backofen auf 180°C Ober/Unterhitze vorheizen. Eine Kastenform (ca. 30 x 12 cm) einfetten.
- Mandeln in einem Blitzhacker fein mahlen.
- Margarine und Zucker mit dem Handmixer 2 bis 3 Minuten hell und cremig aufschlagen.
- Sahnealternative unterrühren, bis die Masse glatt ist.
- Gemahlene Mandeln, Mehl, Ei-Ersatzpulver und Backpulver dazugeben und nur kurz verrühren. Teig in die Form füllen und 30 Minuten backen, bis ein Zahnstocher sauber herauskommt.
- Kuchen in der Form abkühlen lassen, stürzen und in 2 cm dicke Scheiben schneiden.
- Zucker und Margarine in einem kleinen Topf bei niedriger Hitze schmelzen, bis sich der Zucker größtenteils aufgelöst hat. Kurz abkühlen lassen.
- Seidentofu und Sojajoghurt dazugeben und mit dem Stabmixer glattrühren.
- Die Hälfte der Kuchenscheiben in eine rechteckige Form legen, mit der Hälfte des Espressos beträufeln und die Hälfte der Creme darauf verteilen. Restliche Scheiben darauflegen, mit restlichem Espresso beträufeln und mit restlicher Creme abschließen.
- Mit Frischhaltefolie abdecken und mindestens 5 Stunden, besser über Nacht, kalt stellen. Vor dem Servieren mit Kakaopulver bestäuben und in Stücke schneiden.
Nährwerte
Notizen
Was passt zu Espresso-Mandel-Veganisu
- Ein starker Filterkaffee: verstärkt die Espresso-Note im Kuchen, statt sie zu übertönen.
- Frische Beeren: bringen etwas Säure gegen die Süße der Creme.
- Geröstete Mandelblättchen: geben zusätzlichen Crunch zur weichen Creme, meine Nussbutter-Brösel funktionieren hier genauso gut.
- Für eine größere Dessertauswahl: meine vegane Kakao-Mousse passt farblich und geschmacklich gut dazu.
Aufbewahrung & Serviertipps
Im Kühlschrank hält sich der Kuchen abgedeckt gut 3 Tage, wobei er am zweiten Tag oft noch besser schmeckt, weil der Espresso weiter einzieht. Zum Einfrieren schneide ich ihn in einzelne Stücke und packe sie luftdicht ein, so taut jede Portion einzeln auf.
Zum Servieren nehme ich den Kuchen etwa 10 Minuten vor dem Anschneiden aus dem Kühlschrank, dann lässt sich die Creme sauberer verteilen. Wer mag, kann die Kakaoschicht erst direkt vor dem Servieren aufstäuben, damit sie nicht durchzieht.
Statt Mandeln funktionieren auch gemahlene Haselnüsse im Boden, das gibt eine etwas kräftigere Note. Für eine kleinere Runde lässt sich die gesamte Menge halbieren und in einer kleineren Form schichten.

Fazit
Espresso-Mandel-Veganisu ist für mich das Dessert geworden, das ich vorbereite, wenn ich am nächsten Tag keine Zeit mehr in der Küche verlieren will. Der Mandelboden bleibt auch nach einer Nacht im Kühlschrank angenehm fest, und die Kaffeenote wird milder, je länger der Kuchen zieht. Für mich ist das inzwischen das Rezept, das ich rausgebe, wenn jemand nach einem veganen Tiramisu fragt.






