Rheinischer Sauerbraten

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Rheinischer Sauerbraten mit süßsaurer Rosinensoße: zwei Tage mariniert, langsam geschmort und am Sonntagstisch schneller weg, als mir lieb ist.

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By Lukas Schneider
Updated on Mo., 21 Sep. 2026 12:20:45 GMT

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Rheinischer Sauerbraten ist ein Rinderbraten, der zwei Tage in Rotwein, Essig und Gewürzen zieht und danach gut drei Stunden im Ofen schmort. Die Gesamtzeit liegt bei 51 Stunden, aber davon macht der Kühlschrank fast alles allein. Heraus kommt zartes Fleisch mit einer süßsauren Rosinensoße.

An einem Freitagmorgen im Herbst stand die Marinade zum ersten Mal in meinem Kühlschrank. Meine Tochter machte die Tür auf und fragte: „Mama, warum riecht es hier nach Weihnachten?“ Es waren Nelken, Lorbeer und Wacholder.

Zwei Tage später kam der Rheinische Sauerbraten auf den Tisch, und mein Sohn räumte den Teller leer, obwohl er sonst jedem Braten misstrauisch begegnet. Das Warten kostet kaum Arbeit, die Handgriffe sind schnell gemacht. So mache ich ihn.

Zutaten für Rheinischen Sauerbraten

Das nehme ich für meinen Rheinischen Sauerbraten. Ein Schaufelstück am Stück bekommst du an der Fleischtheke, alles andere im normalen Supermarkt. Die Gewürze für die Marinade wiegst du am besten vorher ab, die Mandeln sind optional.

  • 5 TL Salz (3 TL für die Gewürzmischung, 2 TL zum Würzen des Bratens)
  • 5 g bunte Pfefferkörner
  • 5 g Pimentkörner
  • 5 g Wacholderbeeren
  • 5 getrocknete Lorbeerblätter
  • 8 Nelken
  • 1 TL Senfkörner
  • 1500 g Rinderschulter (Schaufelstück). Ich nehme dafür immer ein Schaufelstück am Stück, so bleibt der Braten schön saftig.
  • 300 g Zwiebeln (geachtelt, davon 100 g für die Marinade und 200 g zum Schmoren)
  • 750 ml trockener Rotwein. Mein Tipp: einen Wein nehmen, den du auch gern im Glas magst.
  • 200 ml Weinessig
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 TL Pfeffer
  • 40 g Butterschmalz
  • 200 g Möhren (in Stücken)
  • 60 g Tomatenmark
  • 1 gehäufter TL Zucker
  • 1 EL Speisestärke
  • 3 EL Wasser
  • 50 g Rosinen
  • 20 g Mandelstifte (optional, geröstet). Ich röste sie kurz in einer trockenen Pfanne, dann schmecken sie kräftiger.
  • 20 g Zuckerrübensirup

Allergenhinweis: Das Rezept enthält Senf (Senfkörner), Sulfite (Rotwein, Weinessig, Rosinen), Milch (Butterschmalz) und Schalenfrüchte (Mandeln, optional). Der Rotwein verkocht beim langen Schmoren zu großen Teilen, ganz alkoholfrei wird die Sauce aber nicht.

Zubereitung Schritt für Schritt

Meine bewährte Methode für Rheinischen Sauerbraten: erst die Marinade, dann Geduld im Kühlschrank und am Ende ein langes, ruhiges Schmoren im Ofen. Die aktive Arbeit ist überschaubar.

Schritt 1: Gib 3 TL Salz, Pfefferkörner, Piment, Wacholder, Lorbeerblätter, Nelken und Senfkörner in einen Mörser und zerstoße alles grob. Eine Gewürzmühle geht auch.

Schritt 2: Lege das Fleisch in eine große, luftdicht verschließbare Dose. Gib 100 g Zwiebeln, Rotwein, Essig, Knoblauch und die Gewürzmischung dazu. Das Fleisch muss vollständig bedeckt sein. Dose verschließen und 1 bis 2 Tage im Kühlschrank ziehen lassen, ich mache das normalerweise 2 Tage.

Schritt 3: Nimm den Braten 1 Stunde vor dem Anbraten aus der Marinade und tupfe ihn trocken. Lass ihn abgedeckt bei Zimmertemperatur liegen. Gieße die Marinade durch ein Sieb und fange sie auf. Heize den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vor.

Profi-Tipp: Das Trockentupfen ist wichtig. Ist das Fleisch nass, brät es nicht an, sondern dünstet und wird nicht schön braun.

Schritt 4: Würze den Braten rundherum mit 2 TL Salz und dem Pfeffer. Erhitze das Butterschmalz im Bräter auf dem Herd bei mittlerer bis hoher Hitze und brate den Braten rundherum an, bis er dunkelbraun ist und es kräftig nach Röstaromen duftet. Brate Möhren, 200 g Zwiebeln, Tomatenmark und Zucker kurz mit. Gib 700 ml der Marinade dazu und bring alles zum Kochen. Den Rest der Marinade hebe ich zum Nachgießen auf.

Schritt 5: Schmore den Braten mit geschlossenem Deckel auf der mittleren Schiene 3¼ Stunden bei 180 °C. Übergieße ihn alle 30 Minuten vorsichtig mit dem Bratensud. Er ist fertig, wenn sich eine Gabel ohne Widerstand hineinstechen lässt. Nimm den Braten aus der Sauce und lass ihn etwa 10 Minuten abgedeckt ruhen. Verrühre in dieser Zeit die Stärke mit dem Wasser.

Schritt 6: Gieße die Sauce vorsichtig durch ein Sieb in einen Topf. Gib die angerührte Stärke, Rosinen, Mandeln und Zuckerrübensirup dazu und koche alles unter Rühren 4 Minuten auf, bis die Sauce leicht bindet. Schmecke ab, schneide den Braten in Scheiben und übergieße ihn mit der Sauce.

Nahaufnahme von zartem Rheinischen Sauerbraten mit glänzender Rosinensoße und Mandelstiften

Rheinischer Sauerbraten

Rinderschulter, zwei Tage in Rotwein und Essig mariniert und drei Stunden im Ofen geschmort, mit süßsaurer Rosinensoße.
Vorbereitungszeit 30 Minuten
Zubereitungszeit 2 Tage 2 Stunden 30 Minuten
Gesamtzeit 2 Tage 3 Stunden
Portionen: 6 Portionen
Gericht: Abendessen, Hauptgericht, Mittagessen
Küche: Deutsch
Kalorien: 622
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Zutaten
  

  • 5 TL Salz 3 TL für die Gewürzmischung, 2 TL zum Würzen des Bratens
  • 5 g bunte Pfefferkörner
  • 5 g Pimentkörner
  • 5 g Wacholderbeeren
  • 5 Stück Lorbeerblätter getrocknet
  • 8 Stück Nelken
  • 1 TL Senfkörner
  • 1500 g Rinderschulter (Schaufelstück) am Stück
  • 300 g Zwiebeln geachtelt, 100 g für die Marinade, 200 g zum Schmoren
  • 750 ml Rotwein trocken
  • 200 ml Weinessig
  • 2 Stück Knoblauchzehen
  • 1 TL Pfeffer
  • 40 g Butterschmalz
  • 200 g Möhren in Stücken
  • 60 g Tomatenmark
  • 1 TL Zucker gehäuft
  • 1 EL Speisestärke
  • 3 EL Wasser
  • 50 g Rosinen
  • 20 g Mandelstifte optional, in einer trockenen Pfanne geröstet
  • 20 g Zuckerrübensirup

Kochutensilien

  • Bräter mit Deckel
  • Backofen
  • Sieb
  • Luftdicht verschließbare Dose
  • Mörser
  • Topf
  • Pfanne

Methode
 

  1. 3 TL Salz, Pfefferkörner, Piment, Wacholder, Lorbeerblätter, Nelken und Senfkörner in einem Mörser grob zerstoßen.
  2. Das Fleisch in eine große, luftdicht verschließbare Dose legen. 100 g Zwiebeln, Rotwein, Essig, Knoblauch und die Gewürzmischung dazugeben. Das Fleisch muss vollständig bedeckt sein. Dose verschließen und 1 bis 2 Tage im Kühlschrank ziehen lassen.
  3. Den Braten 1 Stunde vor dem Anbraten aus der Marinade nehmen und trocken tupfen. Abgedeckt bei Zimmertemperatur liegen lassen. Die Marinade durch ein Sieb gießen und auffangen. Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  4. Den Braten rundherum mit 2 TL Salz und dem Pfeffer würzen. Butterschmalz im Bräter auf dem Herd bei mittlerer bis hoher Hitze erhitzen und den Braten rundherum anbraten, bis er dunkelbraun ist. Möhren, 200 g Zwiebeln, Tomatenmark und Zucker kurz mitbraten. 700 ml der Marinade zugeben und aufkochen. Den Rest der Marinade zum Nachgießen aufheben.
  5. Den Braten mit geschlossenem Deckel auf der mittleren Schiene 3¼ Stunden bei 180 °C schmoren und dabei alle 30 Minuten vorsichtig mit dem Bratensud übergießen. Der Braten ist fertig, wenn sich eine Gabel ohne Widerstand hineinstechen lässt. Den Braten aus der Sauce nehmen und etwa 10 Minuten abgedeckt ruhen lassen. In dieser Zeit die Stärke mit dem Wasser verrühren.
  6. Die Sauce vorsichtig durch ein Sieb in einen Topf gießen. Angerührte Stärke, Rosinen, Mandeln und Zuckerrübensirup zugeben und unter Rühren 4 Minuten aufkochen. Abschmecken. Den Braten in Scheiben schneiden und mit der Sauce übergießen.

Nährwerte

Kalorien: 622kcalKohlenhydrate: 26gProtein: 53gFett: 23gGesättigte Fettsäuren: 10gNatrium: 2144mgBallaststoffe: 3.1g

Notizen

Allergene: Senf (Senfkörner), Sulfite (Rotwein, Weinessig, Rosinen), Milch (Butterschmalz) und Schalenfrüchte (Mandeln, optional). Der Rotwein verkocht beim langen Schmoren zu großen Teilen, ganz alkoholfrei wird die Sauce aber nicht. Fertig mariniertes Schaufelstück vom Metzger: bei Schritt 3 starten und die mitgelieferte Marinade verwenden (du brauchst etwa 700 ml). Serviervorschläge: Kartoffelklöße, Serviettenknödel, Rotkohl, Apfelmus. Im Kühlschrank in der Sauce 3 bis 4 Tage haltbar, in Portionen bis zu 3 Monate einfrierbar. Nährwerte sind geschätzt.
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Was passt zu Rheinischem Sauerbraten

Zum Rheinischen Sauerbraten brauche ich etwas Weiches, das die Sauce aufnimmt, und etwas Fruchtiges, das die Säure abrundet.

Kartoffelklöße: Sie saugen die süßsaure Sauce auf und machen das Gericht sättigend. Bei mir zuhause ist das die Standardbeilage. Als Alternative passen Serviettenknödel, die sich in Scheiben schneiden lassen und die Sauce genauso gut aufnehmen.

Rotkohl: Er bringt Süße und eine leichte Säure mit, das passt zum Fleisch und bringt Farbe auf den Teller. Wie ich Rotkohl und Knödel zu Wildschweinbraten serviere, zeige ich dir in einem anderen Rezept.

Apfelmus: Ein kleiner Löffel daneben mildert die kräftige Marinade und gefällt auch Gästen, die Sauerbraten sonst nicht kennen.

Aufbewahrung & Serviertipps

Im Kühlschrank hält sich Rheinischer Sauerbraten in der Sauce, luftdicht verpackt, aus meiner Erfahrung 3 bis 4 Tage. Zum Einfrieren teile ich ihn in Scheiben auf und gebe die Sauce dazu. So hält er sich bis zu 3 Monate und lässt sich portionsweise entnehmen. Aufgetaut wird er über Nacht im Kühlschrank.

Am besten erwärme ich den Rheinischen Sauerbraten langsam in der Sauce im Topf bei niedriger Hitze. Zu starke Hitze macht das Fleisch trocken. Ein Schuss Wasser hilft, falls die Sauce zu dick geworden ist.

Statt Klößen passen auch Salzkartoffeln oder Spätzle. Wer keine Mandeln mag, lässt sie einfach weg, die Sauce gelingt auch ohne.

Rheinischer Sauerbraten Rezept mit Rosinensoße, zwei Tage mariniert und zart geschmort

Fazit

Mein Rheinischer Sauerbraten braucht vor allem Zeit und wenig Aufwand. Am Sonntag riecht das ganze Haus danach, und die Sauce ist bei mir am Tisch meistens zuerst leer. Ich setze die Marinade inzwischen schon am Freitagmorgen an, damit der Sonntag entspannt bleibt. Wer danach Lust auf den nächsten Braten hat, findet bei mir auch einen Sonntagsbraten mit Kruste und Malzsauce.

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