Veganer Marmorkuchen gelingt ohne Ei und Butter genauso saftig wie die klassische Variante meiner Oma. Ich backe ihn seit Jahren in genau dieser Gugelhupfform, weil er sich damit besonders gleichmäßig löst und die Marmorierung schön zur Geltung kommt.
Angefangen hat alles an einem Samstagvormittag, als meine Tochter unbedingt „den gestreiften Kuchen“ haben wollte, den sie bei einer Freundin gegessen hatte. Ich hatte weder Eier noch Butter im Haus, dafür aber Mandeldrink und eine gute Portion Neugier. Der erste Versuch war etwas zu trocken, beim zweiten Mal habe ich die Ölmenge angepasst und seitdem bleibt das Rezept genau so.
Mittlerweile backe ich ihn zusammen mit meiner Tochter, sie zieht die Gabel durch den Teig und freut sich jedes Mal über das Muster, das dabei entsteht. Er duftet nach Kakao, sobald er im Ofen ist, und die Küche riecht dann den ganzen Nachmittag danach. Genau dieser Duft ist für mich mittlerweile mit ruhigen Samstagen verbunden.
Table of Contents
Zutaten für Veganer Marmorkuchen
Ich nehme dafür bewusst Mandeldrink, weil er den Teig schön mild hält, Hafer- oder Sojadrink funktionieren aber genauso gut.
- 240 g Öl (und etwas mehr zum Einfetten)
- 375 g Mehl
- 1 Päckchen Backpulver
- 230 g Zucker
- 20 g Vanillezucker
- 1 Prise Salz
- 300 g Mandeldrink (oder eine andere pflanzliche Milch)
- 20 g Kakaopulver, ungesüßt
Mein Tipp: Für einen intensiveren Schokoladengeschmack nehme ich stark entöltes, dunkles Kakaopulver statt der milden Sorte. Wer mag, ersetzt einen Teil des Zuckers durch braunen Zucker, das gibt eine leicht karamellige Note.
Enthält Gluten und Mandeln (Schalenfrüchte).
Zubereitung Schritt für Schritt
Aus Erfahrung lohnt es sich, alle Zutaten vor dem Start abzuwiegen, dann geht das Rühren zügig und der Teig verläuft nicht zu lange in der Schüssel.
Schritt 1: Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze (180°C Umluft) vorheizen. Gugelhupfform gründlich mit Öl einfetten, auch in den Rillen, sonst klebt der Kuchen später fest.
Schritt 2: Mehl, Backpulver, Zucker, Vanillezucker, Salz, Öl und 260 g Mandeldrink in einer Rührschüssel mit dem Handrührgerät etwa 1 Minute zu einem glatten, hellen Teig verrühren. Zwei Drittel davon in die Form füllen und glattstreichen.
Schritt 3: Kakaopulver und die restlichen 40 g Mandeldrink zum übrigen Teig geben, gründlich verrühren, bis die Masse gleichmäßig dunkel ist. Auf dem hellen Teig verteilen und mit einer Gabel spiralförmig durchziehen, so entsteht die Marmorierung. Meine bewährte Methode: nicht zu oft durchziehen, sonst verlaufen die beiden Farben ineinander und das Muster geht verloren.
Schritt 4: 50-60 Minuten backen, bis ein Holzstäbchen beim Einstechen sauber herauskommt. Kuchen 15 Minuten in der Form abkühlen lassen, dann vorsichtig auf eine Kuchenplatte stürzen und vollständig auskühlen lassen, bevor er angeschnitten wird.

Veganer Marmorkuchen
Zutaten
Kochutensilien
Method
- Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze (180°C Umluft) vorheizen. Gugelhupfform gründlich einfetten, auch in den Rillen.
- Mehl, Backpulver, Zucker, Vanillezucker, Salz, Öl und 260 g Mandeldrink in einer Rührschüssel mit dem Handrührgerät etwa 1 Minute zu einem glatten Teig verrühren. Zwei Drittel des Teigs in die Form füllen.
- Kakaopulver und die restlichen 40 g Mandeldrink zum übrigen Teig geben, gründlich verrühren. Auf dem hellen Teig verteilen und mit einer Gabel spiralförmig durchziehen, um die Marmorierung zu erzeugen.
- 50-60 Minuten backen, bis ein Holzstäbchen beim Einstechen sauber herauskommt. 15 Minuten in der Form abkühlen lassen, dann auf eine Kuchenplatte stürzen und vollständig auskühlen lassen.
Nährwerte
Notizen
Was passt zu Veganem Marmorkuchen
Vanillesauce (pflanzlich): macht den Kuchen noch etwas saftiger und passt gut zu warmem Kuchen.
Frische Beeren: bringen Säure rein und wirken dem süßen Teig entgegen, ideal im Sommer.
Ein starker Kaffee oder Chai: die kräftige Würze passt gut zur milden Schokoladennote im Kuchen.
Würziges Nussbutter-Brösel: wer noch etwas Crunch mag, streut sich einfach ein paar von meinem Nussbutter-Brösel über die Scheibe.
Aufbewahrung & Serviertipps
In einer verschlossenen Dose oder unter einer Kuchenhaube hält sich der Marmorkuchen bei Zimmertemperatur etwa 4 Tage. Im Kühlschrank bleibt er sogar bis zu einer Woche saftig, dann schmeckt er am besten, wenn man ihn kurz vor dem Servieren Zimmertemperatur annehmen lässt.
Einzelne Scheiben lassen sich gut einfrieren, eingewickelt in Frischhaltefolie halten sie sich etwa zwei Monate. Zum Auftauen einfach über Nacht bei Zimmertemperatur liegen lassen oder kurz in der Mikrowelle erwärmen.
Wer mag, tauscht einen Teil des Mehls gegen Dinkelmehl aus oder gibt ein paar gehackte Nüsse in den hellen Teig. Auch als kleine Gugelhupf-Muffins in einer Muffinform gebacken kommt der Kuchen bei meinen Kindern gut an, die Backzeit verkürzt sich dann auf etwa 20-25 Minuten.

Fazit
Dieser Marmorkuchen ist bei mir zum festen Rezept geworden, weil er ohne Ei und Butter genauso saftig gelingt wie die klassische Version. Am liebsten backe ich ihn samstags, wenn genug Zeit für die Abkühlphase bleibt. Meine Tochter besteht mittlerweile darauf, die Marmorierung selbst zu ziehen, und genau das macht ihn für uns zu mehr als nur einem Rezept. Falls du nach diesem Kuchen noch mehr vegane Schokoladenlust hast, schau gern bei meiner veganen Kakao-Mousse oder meinen veganen Chocolate Chip Cookies vorbei.






