Butter Chicken ist bei mir das Gericht, das ich koche, wenn der Tag stressig war und trotzdem alle satt und zufrieden vom Tisch aufstehen sollen. Zartes Hähnchen in einer cremigen Tomaten-Sahne-Sauce, mild gewürzt, in etwa 50 Minuten fertig. Genau das richtige Gericht für einen Mittwochabend, an dem niemand Lust auf lange Küchenexperimente hat.
Ich weiß noch genau, wie mein Sohn das erste Mal einen Löffel von der Sauce probiert hat und danach gefragt hat, ob es das jetzt jede Woche geben kann. Seitdem steht Butter Chicken mindestens einmal im Monat auf dem Speiseplan, meistens dann, wenn ich merke, dass alle ein bisschen Trost auf dem Teller brauchen.
Die Sauce ist so cremig, dass selbst mein Nesthäkchen, das sonst bei allem Scharfen skeptisch ist, ohne Murren zulangt. Ich mag besonders, dass sich das Gericht gut vorbereiten lässt und am Herd dann nur noch zusammenkommt. Wer einmal die Küche danach duften lässt, versteht sofort, warum dieses Gericht in so vielen Familien Stammplatz hat.
Table of Contents
Zutaten für Butter Chicken
Das nehme ich dafür, alles Zutaten, die ich meistens sowieso im Haus habe, plus ein paar Alternativen, die ebenfalls gut funktionieren. Enthält Milchprodukte (Ghee, Sahne).
- 500 g Hähnchenbrust, in Würfeln (2-3 cm)
- 100 g Tikka-Paste
- 40 g Ghee (ersatzweise Butter, wenn kein Ghee da ist)
- 150 g Zwiebeln, geviertelt
- 20 g frischer Ingwer, geschält, in Scheiben
- 10 g frischer Koriander, abgezupft
- 3 Knoblauchzehen
- 2 grüne Chilischoten, frisch, halbiert, nach Wunsch entkernt
- 1 TL Salz
- 2 TL Kreuzkümmel, gemahlen
- 2 TL Koriander, gemahlen
- ½ TL Kurkuma, gemahlen
- 100 g Wasser
- 70 g Tomatenmark
- 500 g Sahne
Ich nehme dafür immer frischen Ingwer statt Pulver, weil die Sauce dadurch spürbar frischer schmeckt. Mein Tipp: Wer die Schärfe der Chilis nicht mag, lässt die Kerne einfach weg oder nimmt nur eine Chili. Aus meiner Erfahrung lohnt es sich, das Hähnchen wirklich mindestens eine Stunde in der Tikka-Paste ziehen zu lassen, dann wird das Fleisch deutlich zarter.
Zubereitung Schritt für Schritt
Bevor es losgeht, kurz die Zutaten bereitstellen. Meine bewährte Methode ist, das Fleisch schon morgens zu marinieren, dann geht es abends besonders schnell.
Schritt 1: Hähnchenbrust und Tikka-Paste in einer Schüssel gut vermischen und mindestens 30 Minuten, besser eine Stunde, zugedeckt ziehen lassen.
Schritt 2: Ghee in einer Pfanne oder im Topf erhitzen, bis es leicht schäumt.
Schritt 3: Zwiebeln, Ingwer, frischen Koriander, Knoblauch und Chili fein zerkleinern und in das heiße Ghee geben.
Schritt 4: Die Zwiebelmischung bei mittlerer Hitze etwa 5 Minuten andünsten, bis sie glasig wird und leicht süßlich duftet.
Schritt 5: Salz, Kreuzkümmel, gemahlenen Koriander und Kurkuma zugeben und weitere 3 Minuten mitdünsten. Hier lieber einmal mehr umrühren, damit die Gewürze nicht am Boden anbrennen.
Schritt 6: Wasser zugeben und 5 Minuten köcheln lassen, bis sich eine sämige Basis bildet.
Schritt 7: Marinierte Hähnchenbrust, Tomatenmark und Sahne zugeben und alles etwa 20 Minuten bei niedriger Hitze köcheln lassen, bis das Fleisch durchgegart und die Sauce dickcremig ist. Heiß mit Naan-Brot oder Reis servieren.
Ein häufiger Fehler: Wenn die Sauce zu stark kocht, kann die Sahne leicht gerinnen. Deshalb im letzten Schritt die Hitze reduzieren und nur sanft köcheln lassen.

Butter Chicken
Zutaten
Kochutensilien
Method
- Hähnchenbrust und Tikka-Paste vermischen und mindestens 30 Minuten marinieren lassen.
- Ghee erhitzen, bis es leicht schäumt.
- Zwiebeln, Ingwer, Koriander, Knoblauch und Chili fein zerkleinern und ins Ghee geben.
- Die Zwiebelmischung 5 Minuten andünsten, bis sie glasig ist.
- Salz, Kreuzkümmel, Koriander und Kurkuma zugeben und 3 Minuten mitdünsten.
- Wasser zugeben und 5 Minuten köcheln lassen.
- Marinierte Hähnchenbrust, Tomatenmark und Sahne zugeben und 20 Minuten bei niedriger Hitze köcheln lassen. Heiß servieren.
Nährwerte
Notizen
Was passt zu Butter Chicken
Butter Chicken lebt von seiner cremigen, milden Sauce, deshalb passen Beilagen gut, die entweder zum Auftunken da sind oder für einen frischen Gegenpol sorgen.
- Basmatireis: nimmt die Sauce perfekt auf und bleibt schön locker.
- Naan-Brot: klassische Beilage zum Auftunken der Sauce, bei mir fast Pflicht.
- Gurkensalat: sorgt für einen frischen, leichten Kontrast zur cremigen Sauce.
- Frischer Koriander: als Topping bringt er noch einmal Frische und Farbe auf den Teller.
Aufbewahrung & Serviertipps
Butter Chicken hält sich in einer luftdichten Dose im Kühlschrank etwa 3 bis 4 Tage. Am nächsten Tag schmeckt die Sauce sogar noch etwas runder, weil die Gewürze über Nacht durchziehen können.
Zum Aufwärmen nehme ich am liebsten einen Topf bei niedriger Hitze und rühre gelegentlich um, damit die Sauce nicht anbrennt. Ein Schuss Wasser oder Sahne hilft, falls sie zu dick geworden ist.
Reste lassen sich auch gut einfrieren. Einfach vollständig abkühlen lassen und in Portionsboxen geben. Wer mag, tauscht das Hähnchen gegen Kichererbsen oder Tofu für eine vegetarische Variante, die genauso gut in der gleichen Sauce funktioniert.

Fazit
Butter Chicken ist für mich das Rezept, das ich immer griffbereit habe, wenn ein stressiger Tag ein bisschen Trost auf dem Teller braucht. Zart, cremig, mild gewürzt, und trotzdem in 50 Minuten fertig. Genau deshalb landet es bei uns… nein, bei mir zu Hause so oft auf dem Tisch.



